Der neue Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland reguliert nicht nur Spielhallen, sondern auch Sportwetten privater Anbieter. Wenn nun ein Wettanbieter wie William Hill eine Lizenz erwirbt, dann ist es diesem Buchmacher erlaubt, hierzulande Sportwetten anzubieten. Es gibt jedoch noch immer Zwistigkeiten in Sachen Werbemöglichkeiten, den konzessionierte Wettanbieter dürfen zwar ihr Sportwettenangebot für deutsche Spieler eröffnen, jedoch nicht mit diesem werben. Die ZAK hatte dies erst jüngst entschieden. Damals ging es um den Fußballverein Herta BSC Berlin, der sich für einen Sportwetten Sponsor entschied und daraufhin das Verbot ausgesprochen bekam, mit seinem Sponsor zu werden. Der Rechtsstreit hat ein Ausmaß angenommen, das bis heute andauert. Faktisch ist es untersagt, Werbespots und Bandenwerbung zu veröffentlichen, die in den Bereich Online Wetten geht. Wenn ein Sponsor wie William Hill durch seine Konzession zum Sponsoring zugelassen respektive geduldet wird, dann bedeutet dies noch lange nicht, dass die ZAK Düsseldorf auch Werbung duldet.
Ganz offensichtlich ist der ZAK entfallen, dass gerade Sportwettenanbieter mit einer Konzession die gigantischen finanziellen Lücken des Staates schließen. Schließlich entfällt ein Großteil der Einnahmen solcher Wettanbieter auf Steuern. Diese wiederum fließen in den deutschen Pott, der sich gerade wegen der neuen Glücksspielregelung schnell füllen dürfte. Ebenso wie Werbespots sind auch Werbemaßnahmen auf Bannern, in Sporthallen und Fußballstadien strikt verboten. Ausnahmen bestätigen wie in jedem Gesetz die Regel. Wer sich über eine spezielle Behörde eine Genehmigung einholt, der darf legal werben – dies jedoch nur dann, wenn es sich um einen konzessionierten Anbieter handelt. In der Praxis wird es solche Ausnahmen wohl selten geben. In Zukunft soll Werbung auf Trikots erlaubt sein – Werbung auf Randbegrenzungen im Stadion jedoch nicht. Stellt sich die Frage, wie lukrativ das Sponsoring für einen Wettanbieter sein kann bei einer verhältnismäßig kleinen Werbeplattform, die die ZAK duldet.
Es ist kaum vorstellbar, dass viel Profit für einen großen Wettanbieter wie William Hill herausspringt. Dieser Buchmacher hat sich jedoch schon vor geraumer Zeit durch seinen Online Casino Bereich vergrößert und leidet ganz sicher nicht unter Spielermangel. Das Angebot an Slots und Klassikern ist dabei mindestens genauso reizvoll wie tausende Sportwetten, die sich hier Tag für Tag abschließen lassen. Doch was machen die kleinen Anbieter, die mittlerweile legal Sponsoring betreiben dürfen. Was bringt Werbung auf einem Trikot – und das bei Spielern, die sich nahezu durchgehend bewegen und Zuschauern kaum ermöglichen, die Werbung zu lesen? Faktisch braucht es eine umfassendere Regelung des Gesetzes, um auch diese Ungereimtheiten aus dem Weg zu räumen.


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