700 Millionen während WM verwettet

Wettanbieter freuen sich immer besonders, wenn eine Fußballweltmeisterschaft bevorsteht. Alle vier Jahre gehen die Bilanzen der Unternehmen deutlich nach oben. So auch 2018, denn gerade wurden die Zahlen veröffentlicht und es wird deutlich, wie viel Geld allein die Deutschen verwetten, wenn eine WM läuft.

Bet365Kurz vor dem Start der Fußballweltmeisterschaft in Russland wurden bereits erste Wettoptionen von den Buchmachern veröffentlicht. Bis zum Finale kamen 2018 sagenhafte 700 Millionen Euro zusammen, die ausschließlich in Deutschland verwettet wurden. Ein Grund dafür, dass Wettanbieter immer seriöser und beliebter werden, ist die Kooperation mit bekannten Stars wie Lukas Podolski oder auch Oliver Kahn. Die erfahrenen Fußballer bzw. Ex-Fußballer stehen seit einiger Zeit im Rampenlicht und rühren für renommierte Wettanbieter die Werbetrommel. Mit Erfolg, wie das laufende Jahr eindrucksvoll beweist. Allerdings gibt es nicht nur seriöse Unternehmen in der Branche. Dieser Tatsache sind sich viele Tipper leider noch immer nicht bewusst.

Stars an der Spitze der Sportwetten

Seit fünf Jahren wirbt Oliver Kahn nun schon für den bekannten Wettanbieter Tipico, und zwar mit dem Slogan „Ihre Wette in sicheren Händen“. Beim ZDF wird die Werbung regelmäßig ausgestrahlt – gerade in den vergangenen Wochen, während die Fußballweltmeisterschaft in Russland lief. Nun gibt es für Kahn scharfe Konkurrenz, und das von keinem geringeren als Lukas Podolski, der mit seinem Aussehen vor allen Dingen die jüngere Generation ansprechen dürfte. Podolski ist bei XTip unter Vertrag und wirbt schlicht mit dem Slogan „Willkommen ihm Team Poldi“. Der Erfolg blieb nicht lange aus, denn schon vor dem Eröffnungsspiel stürzten sich abertausende Menschen auf die beiden Wettanbieter.

Fakt ist, dass die wenigsten Buchmacher über eine deutsche Glücksspiellizenz verfügen. Die meisten haben ihren Sitz in Malta oder Gibraltar und agieren dort seit vielen Jahren in einer rechtlichen Grauzone. Das Hauptproblem ist, dass sich die deutsche Politik noch immer weigert, Glücksspiel zu liberalisieren und Lizenzen zu erteilen. Damit wären legale Anbieter deutlich einfacher zu überwachen, und man könnte von enormen Steuereinnahmen profitieren. Dort wo die Buchmacher derzeit ansässig ist, führen sie allenfalls geringe Steuern im einstelligen Bereich ab. Ein harter Schlag für unsere Politik, denn wie die neusten Zahlen zeigen, wurden allein von deutschen Tippern rund 700 Millionen Euro in Sportwetten umgesetzt – und das meist bei Unternehmen, die eben über keine Lizenz in Deutschland verfügen, sondern die das EU Dienstleistungsfreiheitsgesetz nutzen.

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Die enorme Sturheit führt letztlich dazu, dass Deutschland gerade in WM Jahren Millionen entgehen – Geld, das die Staatskasse eigentlich bitter nötig hätte. Dennoch hält man hierzulande weiter am Lotto und Toto Monopol fest, das schon lange nicht mehr so gut läuft wie noch vor 20 Jahren. 2020 steht die Europameisterschaft ins Haus. Und auch dann werden sich wieder zahllose Spieler beim Online Wetten verausgaben. Zwar ist die WM meist stärker frequentiert, aber auch rund um die EM geht es mit den Einnahmen für die europäischen Buchmacher recht solide bergauf. Spätestens in zwei Jahren sollte Deutschland also endlich einlenken, wenn die Politik in Sachen Wirtschaft noch etwas retten will.

Über 10 Millionen Euro Wetteinsätze pro Begegnung

Wenn man eine Hochrechnung anstellt, wurden während der Fußballweltmeisterschaft 2018 pro Spiel sogar fast 11 Millionen Euro in Sportwetten investiert. Gerade die Frage, welches Team das Finale gewinnt, lag den Menschen auf der Seele. Die Deutschen haben trotz des Ausstiegs ihrer Elf nicht aufgegeben, denn gerade jetzt wurde es umso spannender. Dass Deutschlands Politiker weiterhin Fehler machen, steht außer Frage. Selbst ohne EM und WM werden von den Buchmachern jedes Jahr Milliarden umgesetzt. Mit einer ordentlichen Regulierung würde es der Wirtschaft in unserem Land um einiges besser gehen. Das jedoch will man ganz oben an der Spitze einfach nicht kapieren. Und auch im Bereich Online Casinos gäbe es einiges herauszuholen. Bleibt abzuwarten, wie sich die Branche in den nächsten Jahren entwickelt.

Über den Autor: Paul Josh

Paul Josh

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