Amateur Pokerturnier in Leipzig soll verboten werden

Zwischen dem 28. und 29. Dezember 2018 soll nun schon das achte europäische Pokerturnier für Amateure in Leipzig stattfinden – so zumindest der Plan. Aktuell scheint es jedoch, als werden die Behörden dem Organisator Klaus Dietze einen dicken Strich durch diese Rechnung machen. Man will nun die Deutschen Meisterschaften untersagen, da Dietze die Gewerbelizenz angeblich nicht rechtmäßig erworben hat. Ein Lizenzentzug würde das Aus für die Veranstaltung bedeuten, auf die sich bereits jetzt tausende Amateure vorbereiten.

PokerDas europaweit größte Pokerturnier für Jedermann hat inzwischen längst Tradition. Allerdings weiß derzeit niemand so genau, ob es Ende des Jahres tatsächlich wie geplant stattfinden kann. Die Stadt Leipzig hegt ihre Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Gewerbescheins, den Klaus Dietze anfänglich erhalten hatte. Laut den Behörden wurde ihm diese zu Unrecht erteilt. Ohne Lizenz ist es Dietze definitiv nicht möglich, die Deutschen Meisterschaften im Amateur Poker auszurichten, die eigentlich schon in wenigen Wochen stattfinden sollten. Geplant ist die Veranstaltung zwischen Weihnachten und Neujahr, im Leipziger Hotel „The Westin“. 1.000 Teilnehmer hatten sich bereits qualifiziert.

Klaus Dietze ist verständnislos

Dem Veranstalter fehlen buchstäblich die Worte. Mit Verständnislosigkeit begegnet er derzeit den Behörden, die ihm auf nicht übliche Weise seinen Gewerbeschein entziehen wollen. Man unterstellt dem Organisator, dass er keinen erforderlichen Nachweis vom Bundeskriminalamt erbracht hat. Dabei wurde Dietze in den letzten Jahren und in diversen Verfahren mehr als einmal überprüft. Demnach war man sich eigentlich auch in der Glücksspielbehörde einig, dass ein polizeiliches Führungszeugnis nun eigentlich nicht mehr gesondert erforderlich sein.

Dietze, der inzwischen 74 Jahre alt ist, genießt die Poker Tradition seit Jahren. Nun weiß er allerdings nicht so recht, was er von der Vorgehensweise der Behörden halten soll: „Das kommt nun einem Verbot unserer Veranstaltung gleich.“ Der Anwalt von Klaus Dietze, Thomas Jauch, sieht die Sache ähnlich. Da man sich hier keiner Schuld bewusst ist, wurde nun eine Anfechtungsklage eingereicht. Ob diese allerdings bis zum Tag der Veranstaltung durch sein wird, steht in den Sternen. Jauch erklärt: „Wir haben uns stets an Recht und Gesetz gehalten. Die Meisterschaften sind längst eine feste Größe im Veranstaltungskalender Etliche Pokerspieler, deren Familien und Freunde hätten Leipzig ohne unser Turnier womöglich nie besucht. Gerade am Jahresende, der sonst umsatzschwächsten Zeit für Hotels, ist das Pokern fast schon zum Wirtschaftsfaktor geworden.

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Bereits erste Erfolge sichtbar

Klaus Dietze hatte bis zu seiner Rente den VfB Leipzig gemanagt und war außerdem für die Lausitzer Füchse verantwortlich. Er hatte immer schon die Hoffnung, dass Poker irgendwann gesellschaftsfähig wird. Da ihn die Gesundheit zu mehr Ruhe zwang, entschied sich Dietze, ein Pokerturnier für Amateure auf die Beine zu stellen und aus dem einst so verrufenen Spiel das Beste herauszuholen. Diverse Klagen waren erforderlich, um Poker als Strategie- und Taktikspiel anerkennen zu lassen. Die Urteile wurden rechtskräftig gesprochen, seitdem finden jedes Jahr Turniere in Leipzig statt. Die Beweggründe für die Torpedierung der diesjährigen Veranstaltung sind nicht klar. Spekuliert wird viel – unter anderem darüber, ob ein Personalwechsel in den Behörden Grund für den Gewerbeschein-Entzug sein könnte.

Der Rentner und Veranstalter des Pokerturniers für Jedermann ist sauer über die Entscheidung der Ämter. Er spricht sogar von Behördenversagen, wie er in einem Interview bekannt gab: „Dazu gehört für mich, sich vorher zu informieren, ehe man Verbote erlässt. Warum hat man nicht erst mal das Gespräch mit mir gesucht? Wir, mein Anwalt und ich, waren es schließlich, die vor Jahren auf die Notwendigkeit der Unbedenklichkeitsbescheinigung hingewiesen hatten. Natürlich sind wir bereit, das Führungszeugnis nachzureichen, haben diesbezüglich nichts zu verbergen und den Antrag beim BKA inzwischen auch gestellt.“ Das Problem ist laut Dietze also nicht die Vorlage der Dokumente, sondern „die Art und Weise“, wie die Behörden ihm Steine in den Weg legen und wie sie mit ihm umgehen.

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