Bitcoin ein Glücksspiel?

Krypto Währungen werden immer beliebter. Millionen Menschen sind scharf auf Bitcoin und Co. Das Wetten auf solche virtuellen Währungen kann jedoch schnell zu einem Glücksspiel werden – und zwar zu einem, bei dem die größte Gefahr darin besteht, einer Spielsucht zu verfallen. In vielen Suchtkliniken wird von pathologischen Bitcoin Wettern berichtet.

BitcoinsMan kann sogar von „Junkies“ sprechen, die Hilfe in einer Therapie suchen. Das Problem sind die Folgen einer solchen Sucht. Wer ihr einmal verfallen ist, der verliert das Gefühl für Zeit, Geld und gibt im schlimmsten Fall sogar das soziale Umfeld auf. Auch Kriminalität geht oftmals mit einer Spielsucht einher. Doch was steckt überhaupt nach der neuen Bitcoin Sucht?

Der Bitcoin ist die bekannteste aller Kryptowährungen. Sein Kurs steigt und fällt quasi sekündlich. Genau darin besteht der Reiz der Suchtpatienten. Sie verfolgen online den Kurs und handeln mit der virtuellen Währung – meist mit fatalen Folgen. Der Drang zu handeln ist inzwischen so groß, dass sich die in Schottland ansässige Suchtklinik Castle Craig Hospital dazu entschlossen hat, diese Patientengruppe gesondert zu therapieren. Die „Kryptowährungs-Sucht“ ist offensichtlich zu einer neuen Modekrankheit geworden, an der bereits wenige Jahre nach Erfindung des Bitcoins unzählige Menschen erkrankt sind.

Schottland macht den Anfang

Die Betreiber des Castle Craig Hospitals in Schottland stellen Patienten folgende Fragen: „Denke ich sehr oft an all die verschiedenen Kryptowährungen, gebe ich dafür auch sehr viel Geld aus? Werde ich rastlos und gereizt, wenn ich weniger oft am Computer sitze und Kryptowährungen handle? Haben meine Beziehungen gelitten, meine Arbeitsleistungen? Habe ich Schulden gemacht und Bekannte um Geld gebeten?“ Die Klinik zielt darauf ab, dass sich Menschen selbstkritisch mit all diesen Fragen auseinandersetzen. Sofern auch nur einige mit einem klaren Ja beantwortet werden können, wird es Zeit, die beginnende oder womöglich schon manifestierte Sucht nach Krypto Währungen therapeutisch anzugehen. Die Diagnose ist offenbar schnell gestellt, doch tatsächlich scheint es Gründe dafür zu geben, dass die schottische Klinik derart klare Aussagen trifft.

Laut Experten der schottischen Suchtklinik lässt sich der dauerhafte Handel mit Bitcoin und Co. einer Glücksspielsucht gleichsetzen. Ob es dabei nun um Sportwetten oder Online Casinos geht, spielt erst einmal keine große Rolle. Alle drei Gewohnheiten können Spieler schneller in die Sucht stürzen als sie es sich selbst eingestehen würden. Die größten Gemeinsamkeiten bestehen in dem Fakt, dass sowohl der Handel mit Kryptowährungen als auch das Spielen im Casino extrem aufregend sein können. Spieler lieben diesen Nervenkitzel und das Risiko, das mit dem Platzieren von Geld einhergeht. Jedes Mal gibt es neue Situationen, die für Abwechslung sorgen. Gleichzeitig sind alle Spiele und auch die besagten virtuellen Währungen realitätsfern. Genau hierin besteht das Problem, denn viele Krypto Junkies haben längst das Gefühl für Raum, Zeit und die Wirklichkeit um sie herum vergessen.

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Bisher keine repräsentativen Zahlen

Noch kann auch das schottische Castle Craig Hospital keine konkreten Angaben machen, wie viele Menschen tatsächlich an der neuen Bitcoin Sucht erkrankt sind. Es werden allerdings Vergleiche mit anderen Süchten, zum Beispiel der nach Lotterien und alternativen Glücksspielen, auf der Webseite benannt. Tony Marini widmet sich erst seit kurzem der neuen Therapieform. Als Leiter ist er dafür zuständig, speziell auf Bitcoin Sucht abgestimmte Verfahren und Methoden zu entwickelt. Marini selbst weiß offenbar, wovon er spricht. Er soll nämlich vor Jahren selbst Kokain genommen und sich pathologisch Glücksspielen gewidmet haben. Da er selbst den Weg zurück ins reale Leben gefunden hat, ist er heute in der Lage, die Sicht der Süchtigen zu verstehen und Ihnen einen Ausweg zu zeigen.

Laut ihm ist der Handel mit Kryptowährungen eine Flucht vor sich selbst. Da Bitcoin und Co. immer stärker verbreitet sind, wird Schottland mit Sicherheit nicht die einzige Klinik bleiben, die sich der besonderen Sucht widmet. Das Problem pathologischer Spieler hat sich mit Einführung der ersten Kryptowährungen deutlich verstärkt, Familien, Freundschaften und andere Beziehungen sind zu Genüge zerbrochen. Immerhin gibt es heute die erste Klinik, die versucht, diesem wachsenden Problem ein Ende zu setzen.

Über den Autor: Paul Josh

Paul Josh

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