Britische Glücksspielbehörde will Jugendschutz verbessern

Die UK Gambling Commission ist eine der Glücksspielbehörden, mit der auch deutsche Online Spieler häufiger Bekanntschaft machen. Casinos werden durch die Behörde reguliert, lizenziert und selbstverständlich überwacht. Nun hat man bei der Gambling Commission das Problem der jugendlichen Spielsüchtigen erkannt und entschieden: Jugendliche sowie Kinder brauchen einen deutlich besseren Schutz, um gar nicht erst mit Glücksspielen in Kontakt zu kommen.

uk-gambling-commissionUm eine Verbesserung herzustellen, hat sich die Glücksspielbehörde in Großbritannien mit dem unabhängigen Unternehmen Responsible Gaming Strategy zusammengesetzt und Pläne ausgearbeitet, die im Sinne der Beratungsstelle für verantwortungsvolles Spiel sind, die aber gleichzeitig natürlich den Schutz möglichst bald gewährleisten sollen. Sicherheitslücken müssen dabei gerade im Bereich Online Gaming geschlossen werden, denn eine strikte Kontrolle wie in lokalen Spielbanken und Spielhallen ist in der virtuellen Welt nur bedingt möglich.

UK lizenzierte Casinos müssen neue Maßnahmen umsetzen

In den vergangenen Jahren hat die UK Gambling Commission zahlreiche Online Casinos, Buchmacher und weitere Glücksspielseiten offiziell lizenziert. Sämtliche Unternehmen, die eine Lizenz innehaben, müssen die neuen Richtlinien zum Schutz von Kindern und Jugendlichen zeitnah umsetzen. Die Glücksspielbehörde hat dabei recht viel Einfluss auf die Branche, da sie neben der Gibraltar Gaming Commission und der MGA Malta zu den wichtigsten Kontrollorganen der Branche zählt.

Um das Ziel zu erreichen, hat sich die RGSB in der beratenen Funktion zum Thema Jugendschutz mit eingeklinkt. Hier weiß man seit langem um die Problematik und das schier unkontrollierbare Wachstum an spielsüchtigen Jugendlichen. Ein Expertenkreis hat sich nun zusammengetan, um möglichst schnell etwas zu unternehmen. Der Geschäftsführer der UK Gambling Commission findet hierzu klare Worte:

Wir haben den Auftrag, Kinder und Jugendliche vor den Folgen und Gefahren von Glücksspiel zu schützen, und diesen nehmen wir sehr ernst. Er ist die Grundlage all unserer Arbeit. […] Dieses Jahr werden wir beispielsweise die Einhaltung und Durchsetzung von Altersbeschränkungen prüfen und Probleme oder Schwächen im Verifizierungsprozess beseitigen. Kinder im digitalen Zeitalter zu schützen, ist sehr kompliziert und sowohl die RGSB als auch unsere Untersuchungen haben herausgefunden, dass wir dieses Thema nur mit einem breitgefächerten Ansatz angehen können, bei dem wir mit der Regierung, Bildungseinrichtungen, Glücksspielunternehmen und Eltern zusammenarbeiten.“

Kindern und Jugendlichen darf der Zugang zu Glücksspielseiten nicht mehr so leicht gemacht werden, wie es aktuell der Fall ist. Auch Werbung rund ums Thema Glücksspiel soll in Zukunft deutlich eingedämmt werden. Auf der anderen Seite der Planung stehen Präventionsmaßnahmen sowie Schulungen, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Casinospielen bewusst zu machen. Außerdem sollen Statistiken erhoben werden, um mehr Klarheit in die Sache zu bringen. Ziel der RGSB ist es, gleichzeitig die Gesellschaft mehr mit einzubeziehen. In erster Linie hat schließlich das persönliche Umfeld der betroffenen Kinder und Jugendlichen die Verantwortung – was nicht heißt, dass sich die Behörden aus der Verantwortung ziehen. Dennoch ist der Einfluss der Lizenzgeber nur bis zu einem gewissen Maße möglich, während Freunde und Familie auffälliges Verhalten sicher viel eher bemerken.

Superlenny

Spielsucht unter Jugendlichen weiterhin ein Problem

Es wurden in den letzten Jahren gezielt Untersuchungen zum Thema angestellt. Man wollte hierbei herausfinden, welche Trends Kinder und Jugendliche seit 2011 verfolgen. Die meisten 11- bis 15-Jährigen widmen sich bevorzugt Automatenspielen. Lotterien scheinen weniger von Interesse zu sein. In 13% aller Fälle werden Online Angebote genutzt, obgleich hier natürlich keine Personen unter 18 Jahren Zugang haben sollten. Letzten Endes machen sich diese Kinder Daten ihrer Eltern oder anderer Menschen im Umfeld zunutze. Teilweise werden die Spielsüchtigen sogar noch durch die Familien unterstützt.

Bereits ab 16 Jahren ist die Teilnahme am Glücksspiel in Großbritannien erlaubt. Auch hierüber sollte man im Zuge einer Verbesserung des Jugendschutzes natürlich nachdenken. Es wird bereits an vielen Punkten gearbeitet. Künftig sollen auch die Skins von Videospielen auf dem Prüfstand stehen. Hier entwickeln sich nämlich ebenfalls gewisse Süchte, denen es entgegenzuwirken gilt. Das Gesundheitswesen wird mit einbezogen, um den Blick der Eltern zu schulen – gerade mit Hinblick auf auffälliges Spielverhalten.

Über den Autor: Paul Josh

Paul Josh

Ich bin Paul Josh und bringe dich auf den aktuellsten Stand der Dinge. Was immer du über die aktuelle Gesetzeslage zum Thema Glücksspiel, über neue Partnerschaften Co. wissen willst und musst, wirst du von mir erfahren. Als Autor bin ich bei Onlinecasinos.de für die News verantwortlich - und die sollten natürlich immer brandaktuell sein. Deshalb ist es mein tägliches Anliegen, zu recherchieren und dir alle Meldungen zu präsentieren, die in der Branche eine Relevanz haben. Die größte Herausforderung besteht darin, Nachrichten aus aller Welt zu filtern.