Erste Bildungslotterie Ziehung erfolgreich

Rund vier Jahre lang haben die Initiatoren der Bildungslotterie an ihrem Konzept gearbeitet, bis der Startschuss am Dienstag endlich fiel. Ob Deutschlands neue schlaue Sozial-Lotterie den erhofften Erfolg hat, wird sich zeigen.

An der ersten Ziehung haben vorgestern zumindest einige tausend Teilnehmer im Land ihre Freude gehabt. Schließlich wird mit den Losen nicht nur eine Gewinnchance gekauft, sondern auch in besonders wichtige Bildungsprojekte investiert. Das Geld für die Bildung ist immens wichtig, und genau dieses lässt sich durch den Verkauf der Lose erwirtschaften. Um wirklich solide starten zu können, haben sich die klugen Köpfe, die die Idee zur Bildungslotterie hatten, mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft sowie mit den SOS Kinderdörfern zusammengetan. Alle drei unterstützen Kinder und Jugendliche schon seit vielen Jahren.

Neues Konzept kommt an

Die Geschäftsführerin der Deutschen Kinder – und Jugendstiftung, Heike Kahl, sagt zur Lotterie: „Nicht nur der Staat, nicht die Eltern, nicht die private Wirtschaft, sondern wir alle müssen einen Beitrag dazu leisten, dass dieser Widerspruch, dass soziale Herkunft für den Bildungserfolg der Kinder zuständig ist, endgültig aufgehoben wird.“ Wer an der Soziallotterie teilnehmen möchte, kann Lose zu je 15 Euro pro Monat erwerben und damit gleich an mehreren Ziehungen teilnehmen. Ein ähnliches Konzept verfolgt bereits die vor einigen Jahren gestartete Deutsche Postcodelotterie, deren Einnahmen ebenfalls für den guten Zweck erwirtschaftet werden. Ebenso wie bei dieser müssen Spieler auch bei der neuen Bildungslotterie Lose online erwerben – nicht im Casino, sondern auf bestimmten Seiten, die eigens zu diesem Zweck eingerichtet wurden. Lokale Annahmestellen gibt es bisher noch keine. Wer mit dabei ist, kann pro Ziehung zwischen 50 und 2 Millionen Euro gewinnen.

Die Spieleinsätze werden zu rund einem Drittel wieder an Teilnehmer ausgeschüttet, mit dem zweiten Drittel muss die Verwaltung der Lotterie gewährleistet werden. Dahinter steckt schlussendlich ein massiver finanzieller Aufwand. Das letzte Drittel, das fließt auf direktem Wege in gezielt ausgewählte Bildungsprojekte. Insbesondere Kindergärten und Schulen sollen von den zusätzlichen Einnahmen profitieren – darunter auch Projekte, die von den SOS Kinderdörfern ins Leben gerufen.

Nicht nur positive Resonanz

Die erste Ziehung wurde von Spieler in Deutschland gut angenommen. Zumindest gibt es einige tausend, die sich selbst in der Verantwortung sehen, Teil des Ganzen zu sein und etwas zu unternehmen, damit es Kinder und Jugendliche leichter haben, etwas fürs Leben zu lernen – um im späteren Verlauf natürlich auch wirtschaftlich besser dazustehen. Über die Anzahl der verkauften Lose gab es bisher keine Details. Fakt ist jedoch, dass sich wirklich viele Menschen dafür interessieren, wie es mit der Bildung unserer jüngeren Generationen weitergeht. Da die Bildungslotterie gerade erst gestartet ist, kann man davon ausgehen, dass in den kommenden Wochen weitere Lose verkauft werden können. Schließlich gibt es nicht nur für Kinder eine bessere Zukunft zu gewinnen, sondern für die Spieler stehen bis zu 2 Millionen Euro im Jackpot.

Was den Hintergrund der neuen Soziallotterie angeht, gab es bereits scharfe Kritik – darunter von einem Twitter Nutzer: „Eine Lotterie, die Bildungsförderung gezielt entdemokratisiert und dazu dienen soll, die eigenen (lobbyistischen) Projekte der Initiatoren zu unterstützen. Es ist erschreckend, wie Bildung zum Spielball und aus dem Land der Dichter und Denker eines der Stifter und Schenker wird.

Mr. Green Bonus

Recht viele Kritiker sind sich darüber einig, dass Bildung in die Hände und vor allen Dingen in die Verantwortung des Staats gehört. Zudem will man verhindern, dass Bildung in Zukunft eine Frage des persönlichen Glücks ist. Die Soziallotterie verfolgt aber ganz und gar nicht das Ziel, nur Glückspilze zu unterstützen. Einnahmen aus den Losverkäufen kommen allen zugute.

Und: Besser man hilft 10 Projekten, als sich der eigenen Verantwortung zu entziehen und niemandem zu helfen. Für Deutschland mag die Aussage des Twitter Users stimmen, andere Länder verfügen jedoch gar nicht über die Mittel, um Bildung als Selbstverständlichkeit zu betrachten und diese bei allen Kindern zu gewährleisten. Die Initiatoren der Lotterie sagen klar, dass sie dem Staat die Verantwortung nicht abnehmen wollen, sondern das Ziel verfolgend, unterstützend mit an einer besseren Bildung für alle zu arbeiten.

Über den Autor: Paul Josh

Paul Josh

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