Fertiges Casino in Mallorca ohne Lizenz

Seit nunmehr vier Jahren schon glänzt in Palma ein neues Casino, das ins ehemalige Teatro Balear gebaut wurde. Inzwischen hat Rafael López seine Spielbank vollendet – für insgesamt rund 14 Millionen Euro. Mühevoll wurde ein Konzept entwickelt, dass López gemeinsam mit Experten nahezu perfekt umgesetzt hat. Ziel des Unternehmers ist es, 180 Menschen auf der Balearen Insel einen neuen Job zu geben. Es wird Personal für Roulette und Blackjack Tische, die Bar, den Service und für viele weitere Bereiche benötigt.

SpanienEigentlich muss man den Unternehmer für seinen Ideenreichtum loben. Innerhalb kürzester Zeit hat López aus dem einstigen Theater ein wirklich perfektes Casino gezaubert. Allerdings kann dieses nicht in Betrieb genommen werden, denn bis heute weiter sich das Rathaus, dem Besitzer dieser Spielbank die erforderliche Lizenz zu erteilen. Nach inzwischen vier Jahren, die sich López inzwischen mit der Stadt herumärgert, soll ein Gericht eine endgültige Entscheidung treffen – die hoffentlich zu Gunsten des kreativen Casinobesitzers ausfällt.

Den Ruhestand ideal genutzt

Die Heimat von Rafael López war noch bis vor wenigen Jahren Madrid. Nachdem die Rente durch war, entschied sich der inzwischen 82-jährige Spanier dazu, nach Mallorca umzusiedeln. Eigentlich hatte er hier keine großen Pläne, denn Ziel war es, den Ruhestand so zu genießen, wie es sich für einen Rentner dieser Altersklasse nun einmal gehört. Allerdings kam López schon bald die ungewöhnliche Idee, eine Spielbank zu eröffnen. Die Zeitung Ultima Hora hat den 82-Jährigen interviewt. Er sagte: „Die Ausstattung ist sehr elegant und exklusiv“. Dem kann man nur zustimmen beim Blick in die Räumlichkeiten. Noch vor kurzem hätte wohl niemand daran geglaubt, was sich alles aus dem in die Jahre gekommenen Teatro Balear herausholen lässt.

Das „Camion“, das Lopez hier errichtet hat, würde Gästen immerhin vier Blackjack Tische sowie sechs Roulette Spielmöglichkeiten geben. Außerdem stehen Spielautomaten bereit, die für Abwechslung im neuen Casino sorgen könnten – wenn sie es denn so dürften, wie es sich López ursprünglich ausgemalt hatte. Um auch personell gut dazustehen, hat der Rentner 120 Menschen ausbilden lassen. Schließlich braucht eine Spielbank dieser Größenordnung erfahrene und vor allen Dingen professionelle Croupiers sowie Dealer an den Tischen. Auch technisches Personal ist gefragt. Insgesamt hätten nun 180 junge Menschen die Chance auf eine sichere Zukunft im Camion bekommen. Aber selbst nach vier Jahren scheint der Streit um die Konzession noch nicht beendet.

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Gerichtsurteil steht noch aus

So leicht, wie man es sich im Rathaus erhofft hatte, wird sich der Gründer des neuen Casinos nicht geschlagen geben. Er ist nun mit seinem Anliegen vor Gericht gezogen und hofft darauf, dass er durch ein Urteil endlich sein Projekt offiziell zum Leben erwecken darf. Bisweilen sind jedoch noch keine Details zu dem Prozess durchgedrungen, so dass wir letztlich nur abwarten können. Dem Rentner wäre eine Erfolg zu wünschen – und natürlich, dass er den Tag der Eröffnung selbst miterlebt. Schließlich ist man mit 82 Jahren nicht mehr der Jüngste. Umso mehr sind wir gespannt darauf, wann der Prozess ein Ende findet.

Viele Jahre musste López nun schon kämpfen. Es geht hier eben um weit mehr als nur eine Spielbank – es geht vor allen Dingen darum, 180 Menschen einen festen Arbeitsplatz zu bieten. Der Arbeitsmarkt ist in Spanien ebenso wenig ideal wie hierzulande. Auf der anderen Seite stehen Händler, die im näheren Umkreis zu dem Teatro Balear, darunter am Olivar Markt, tätig sind. Sie setzen alle Hoffnung in die Eröffnung des Casinos, denn damit wäre ein deutlich größerer Kundenzuwachs zu erwarten. Die Laufkundschaft findet auf dem Markt sicher das eine oder andere Produkt. Insgesamt wäre der offizielle Startschuss mit einer entsprechenden Genehmigung ein Hoffnungsschimmer für all diese Leute, die auf dem Markt seit Jahren Umsatzrückgänge erleben. Der Wirtschaft ist eine Spielbank dieser Größenordnung sicher dienlich. Bleibt zu hoffen, dass auch die Entscheider im Rathaus sowie das Gericht diese Tatsache bald erkennen.