Gauselmann steht unter Druck

Erst vor kurzem hat Gauselmann das Sponsoring des Stadions in Düsseldorf übernommen. Der große Banner „Merkur Arena“ ziert nun das Gebäude. Bereits um diese Tatsache gab es in den vergangenen Wochen heiße Diskussionen. Uneinigkeit herrscht aber nicht nur, wenn es ums Thema Fußball und die Benennung des Stadions geht. Nun erhält die Gauselmann Gruppe auch noch Druck wegen der überschüssigen Spielhallen. Im Gegensatz zu den meisten anderen großen Betreibern hat sich dieser noch nicht dazu geäußert, wie es die Zahl der Standorte in Zukunft reduzieren wird. Allerdings steht schon heute fest, dass diverse Spielhallen in Düsseldorf definitiv geschlossen werden müssen. Welche das im Einzelnen sein werden, dazu wurden bisher keine Angaben gemacht. Die Spielhallenbetreiber bekommen derzeit Gelegenheit, selbst Vorschläge zu unterbreiten. Lediglich Gauselmann schweigt nach wie vor zu dem Thema. Hier will man von möglichen Schließungen und damit verbundenem Stellenabbau offenbar nichts wissen.

Gauselmann DüsseldorfDas Ordnungsamt hatte erst am Mittwoch die Information an den Ordnungs- und Verkehrsausschuss weitergegeben, dass die Stellungnahme der Gauselmann Gruppe bis auf weiteres aussteht. In einer nicht öffentlichen Sitzung wurde nun überlegt, wie es im Einzelnen mit den Spielhallen in Düsseldorf weitergehen soll. Derzeit wird ein Abschmelzungskonzept angestrebt. Laut diesem ist es allen Betreibern möglich, ihre Spielhallen zumindest noch einige Jahre geöffnet zu lassen. Erst 2021 müssen dann endgültige Entscheidungen getroffen werden. Das Ordnungsamt hat bisweilen keine Stellung zur Frage bezogen, warum Gauselmann sich weigert, Vorschläge zu unterbreiten. Dennoch ist bereits jetzt klar, dass der Glücksspielkonzern genauso behandelt wird wie die übrigen Spielhallenbetreiber in der Stadt – auch, wenn sich die Gauselmann Gruppe als neuer Sponsor der Arena sicherlich großzügig Düsseldorf gegenüber zeigt.

Spielhallenschließungen und Sponsoring überschneiden sich

Die FDP hatte sich bereits vor geraumer Zeit gegen das Sponsoring und den damit verbundenen Namen „Merkur Arena“ ausgesprochen. Nun allerdings ist der Umbau bereits in vollem Gange. Problematisch sieht man in der Partei die Tatsache, dass gerade jetzt ein ungünstiger Zeitpunkt für diese Zusammenarbeit ist – eben weil zeitgleich von der Schließung diverser Spielhallen gesprochen werden muss. Das Land NRW hat klare Ziele vor Augen und will unter Beachtung des neuen Glücksspielstaatsvertrags bewirken, dass die Spielsucht endlich ein wenig zurückgeht. Deshalb müssen Spielhallen auch in Düsseldorf mindestens 350 Meter Abstand zueinander sowie zu Kinder- und Jugendeinrichtungen halten. Da allerdings auch das Sponsoring enorm wichtig ist, bleibt dem Amt nur, entsprechend zu reagieren. Die so genannte Abschmelzung ist zwar keine Lösung für immer, verschafft der Gauselmann Gruppe mit ihren Merkur Spielen aber dennoch etwas mehr Luft, sich zu äußern, Vorschläge zu bringen und in den kommenden Monaten zu entscheiden, welche Spielhallen stehen bleiben und welche geschlossen werden sollen. Dass es zu Schließungen kommt, steht außer Frage.

Das Düsseldorfer Ordnungsamt beschäftigt sich aktuell mit der Frage, welche Spielhallen im Einzelnen geschlossen werden müssen. Der dazu eigens entwickelte Kriterien-Katalog dient als eine Art Wegweiser. Ziel ist es, schon jetzt späteren Klagen standzuhalten, denn sicherlich werden nicht alle Unternehmen mit der Entscheidung zufrieden sein und sich an das zuständige Gericht wenden. Demnach ist das Ordnungsamt nun daran gebunden, Kriterien festzulegen, die vor dem Gesetz tatsächlich Bestand haben. Kein einfaches Unterfangen, wie man hier sicherlich weiß. Problematisch gestaltet sich die Entscheidung insbesondere westlich vom Düsseldorfer Hauptbahnhof. Insgesamt 18 Spielhallen sind dort angesiedelt – von 97 Standorten, die Düsseldorf aktuell noch zählt. Konkurrenz belebt eben nicht nur das Geschäft, sondern führt gerade jetzt zu Problemen.

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Gauselmann trifft es besonders hart

22 Merkur Spielotheken sind aktuell in Düsseldorf angesiedelt – verteilt auf gerade einmal sechs Standorte in der Stadt. Laut Amt müssen in den kommenden Jahren 16 dieser Hallen geschlossen werden. Dank der Abschmelzung, die aus dem Papier hervorgeht, hat Gauselmann jedoch noch bis 2021 Zeit, die Schließung heraus zu zögern. Dennoch trifft es das Unternehmen am härtesten und man muss sich bereits jetzt Gedanken darüber machen, was aus den Mitarbeitern wird.

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