Großbritanniens Online Casinos im Visier

Die Online Casino Branche in Großbritannien hat es nicht leicht. Kaum ist das Jahr 2018 erreicht, kamen auch schon die ersten Katastrophen auf Betreiber und Kunden zu. Die Glücksspielkommission des Landes will nun endgültig durchgreifen und hat angegeben, zunächst 17 Online Casinos genauer zu kontrollieren. In erster Linie geht es der Kommission darum, Geldwäsche zu vermeiden. Fünf der festgelegten Anbieter trifft es besonders hart. Sie sind im Besitz offizieller Glücksspiellizenzen. Sollte es dort allerdings Auffälligkeiten geben, wird von offizieller Seite geprüft, ob sie ihre Lizenzen weitern behalten dürfen oder nicht.

Keine Angaben zu Anbietern

Um welche Casinos es sich genau handelt, dazu machte die britische Glücksspiel Kommission bisher keine detaillierten Angaben. Wer jedoch ein wenig mit den Unternehmen der Branche vertraut ist, der kann bereits jetzt erahnen, dass es gerade für einige renommierte britische Casinos eng werden dürfte.

Die Kommission hat offensichtlich gute Gründe für ihre Skepsis und die damit verbundene erneute Kontrolle, die den Verantwortlichen zufolge unter verschärften Bedingungen stattfinden wird. Es gab mehrfach Auffälligkeiten in Bezug auf die Geldwäsche Richtlinien. Auch das Thema Verantwortungsvolles Spielen schienen einige Betreiber nicht ernst genug zu nehmen. Es fehlt schlichtweg an einer strengeren Überprüfung der Kundschaft, und genau hier muss nun die britische Glücksspielkommission stark eingreifen.

Terroristische Aktivitäten sollen verhindert werden

Es wurde von Seiten staatlicher Kontrolleure mitgeteilt, dass einige Betreiber von Online Casinos nicht ausreichend Maßnahmen ergreifen, um Geldwäsche vollständig zu verhindern. Diese wiederum könnte mitunter gerade im terroristischen Bereich zu massiven Gefährdungen führen. Aber auch die Spielsucht ist nach wie vor ein Fokus, auf den sich die Überwachung der britischen Glücksspielkommission richtet. In den 17 britischen Online Casinos erzielten die Kontrolleure teilweise erschreckende Ergebnisse. Es fehlte komplett an der Überprüfung von Kundenkonten. Die sonst übliche Verifikation wurde oftmals einfach ausgelassen. Dementsprechend leichtes Spiel haben Betrüger, die ihr Geld rein waschen wollen.

Hinzu kommt, dass diverse Betreiber nicht kompetent und fachkundig genug seien, um ein Online Casino zu führen. Die Behörden sind alarmiert, denn gerade Spielsüchtigen wird es leicht gemacht, ihrer übermäßigen Leidenschaft nachzugehen. Sie verschulden sich häufig immens, und den Betreibern scheint dies vollkommen egal zu sein.

Die Vorsitzende der britischen Glücksspielkommission, Sarah Harrison, hat sich zum Thema Spielerschutz klar geäußert: „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Glücksspiel-Industrie ihre Kunden wirksam vor Missbrauch schützt und kriminelle Aktivitäten nachhaltig von der Branche fernhält. Die Strategie der Glücksspiel-Kommission hat sich deshalb die Schaffung eines sicheren und faireren Spiels zum Ziel gesetzt. Unsere aktuellen Maßnahmen gegen einzelne Anbieter, bei denen es hinsichtlich des Schutzes vor Geldwäsche zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist zeigt, dass wir äußerst bestrebt sind, unsere Strategie in die Realität umzusetzen.

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Klare Konsequenzen bei Nichtbeachtung der Gesetze

Die ersten Untersuchungen haben extreme Missstände in der Branche aufgezeigt. Demnach bleibt der Kommission gar nichts anderes übrig, als schnellstmögliche Konsequenzen zu ziehen. 17 Unternehmen müssen sich ab sofort einer detaillierten Prüfung unterziehen. Unter anderem will die Kommission herausfinden, ob die Anbieter überhaupt dazu geeignet sind, ein Online Casino dieser Größenordnung zu betreiben. Sind die Verantwortlichen nicht geeignet, werden Maßnahmen ergriffen werden müssen. Welche genau, darauf ist bisher nicht konkret eingegangen worden.

Die Glücksspielindustrie in Großbritannien wird sich nun den Konsequenzen stellen müssen – für viele Betreiber eine echte Herausforderung. Immerhin setzten Online Casinos im Land rund 5,3 Milliarden Euro pro Jahr um. Schon jetzt wurden die 17 Unternehmen vorgewarnt. Sollten sich die Betroffenen in Zukunft nicht an den Schutz vor Geldwäsche halten oder Spieler nicht vor einer Sucht schützen, sind massive Strafen zu erwarten. Zuletzt traf es die 888 Casino Holdings. Ihr wurde auferlegt, 8,5 Millionen Euro zu zahlen. Großbritannien hat definitiv scharfe Regelungen, aber diese scheinen offenbar Wirkung zu zeigen. Möglicherweise ist die, wenn auch strikte, Regulierung sogar ein gutes Vorbild für Deutschland. Immerhin zeigt sie, dass eine offizielle Lizenzierung von Online Casinos mit entsprechenden Kontrollwerkzeugen funktionieren kann.