Neue Regeln für Spielhallen

Wenn es um strengere Auflagen für lokale Spielhallen geht, ist das Land Baden-Württemberg ganz vorne mit dabei. Der entsprechende Gesetzesentwurf gibt bereits jetzt ein strengeres Regiment vor. Aus der Sicht der Spielhallenbetreiber ist die Neuregelung des Glücksspielgesetzes in diesem Land eine finanzielle Katastrophe, die weiter Kreise ziehen wird. Nach Angaben der Suchthilfe, die im Ostalbkreis (drittgrößter Landkreis Baden-Württembergs) tätig ist, war die Änderung der Gesetzgebung im Hinblick auf ortansässige Spielhallen jedoch genau der richtige Schritt. Die Tatsache, dass Glücksspiel nicht nur Spaß macht, sondern auch gefährlich sein kann, hat dazu geführt, dass alle Spielhallen dem Monopol Deutschlands unterliegen. Die Neuregelung des Glücksspielstaatvertrags umfasst dabei alle Bundesländer, denn auch Schleswig-Holstein musste bis auf Weiteres einlenken und sich der Neuregulierung fügen. Baden-Württemberg plant, schon in diesem Herbst mit der Umsetzung der bisher nur als graue Theorie bekannten Änderungen zu beginnen.

Umsetzung des Staatsvertrags

Vom Ostalbkreis respektive der dort ansässigen Suchthilfe wird die Entscheidung des Landes begrüßt. Hier spricht man sich klar für die Umsetzung des neuen Staatsvertrags aus, und es wird deutlich, dass von Seiten der Einrichtung nichts dagegen spricht, möglichst schnell das zu realisieren, was erst vor wenigen Monaten zu Papier gebracht wurde. Speziell im Bereich des Geldspiels findet die Neuregulierung viele Freunde unter den Zuständigen Suchtberatern und weiteren Stellen, die sich tagtäglich mit an Spielsucht erkrankten Menschen auseinandersetzen müssen. Das Suchtpotential geht insbesondere von neumodischen Geldspielautomaten aus, die neben hohen Gewinnen eben auch eine reizvolle und damit fesselnde Optik, Animationen und weitere Features beinhalten, von denen es sich in der lokalen Spielhalle nur sehr schwer lösen lässt. Das Landgesetz Baden-Württembergs hat sich auf diesen Sektor in der Glücksspielbranche fokussiert und will den vorliegenden Entwurf schon in wenigen Wochen umzusetzen beginnen.

Gesetzesentwurf für Spielbanken

In den Gesetzesentwurf fallen unter Anderem Spielbanken sowie Lotterien, doch vorrangig besteht das Ziel darin, die Suchtgefahr im Bereich lokaler Spielhallen zu minimieren. Allein im Ostalbkreis betreiben Spielhallenbesitzer über 800 Spielautomaten, die sich ausschließlich mit Echtgeldeinsatz nutzen lassen. Und auch im Rest Deutschlands wird es nicht mehr lange dauern, bis die jeweiligen Landesoberhäupter nachziehen und mit der Neuregulierung beginnen. Genehmigungen für Spielhallen sollen im Ostalbkreis auf höchstens 15 Jahre beschränkt werden. Darüber hinaus gibt es eine detaillierte Abstandsregelung. Mit dieser wird das Eröffnen immer weiterer Spielhallen entgegengewirkt. Wenigstens 500 Meter sollen künftig zwischen zwei Etablissements liegen, die Geldspielautomaten betreiben. Unter den betroffenen Betreibern herrscht Frust, denn schlussendlich kostet sie die Neuregulierung nicht nur tausende Kunden, sondern auch jede Menge Geld. Spieler haben die Möglichkeit, auf Online Casinos wie die hier vorgestellten auszuweichen, statt in Zukunft noch längere Wegstrecken in Kauf zu nehmen.