Neues vom Bingo Verbot im Seniorenheim

Seit langem schon spielen die Senioren im „Wohnpark Kastanienhof“, einem Altenheim im Raum Hannover, mit Hingabe Bingo. Dabei ging es eigentlich nicht um viel. Dennoch hat sich das Ordnungsamt kürzlich eingeschaltet und den Senioren das Spielen untersagt. Der Grund: Die Spieleinsätze waren zu hoch, damit haben die Rentner – vermutlich unbewusst – sich wegen illegalen Glücksspiels strafbar gemacht.

BingoDeutschland, deine Gesetze! Die Behörden wissen schon, wie sie Menschen im Land das Leben schwer machen können. Dass nun sogar Bingo im Seniorenheim „Wohnpark Kastanienhof“ verboten wurde, setzt dem Ganzen das i-Tüpfelchen auf. Dabei ging es den alten Menschen, dir hier betreut werden, um nichts weiter als ein wenig Abwechslung. Den ohnehin schweren Alltag zu meistern, das ist für viele der hiesigen Anwohner eine große Herausforderung. Mit dem Bingoabend, der einmal pro Woche stattfand, kam zumindest ein bisschen gute Laune auf. Die Beteiligung an dem bekannten Zahlenspiel war rege. Damit sollte nun allerdings erst einmal Schluss sein. Das Ordnungsamt hatte einen Riegel vorgeschoben, nachdem klar wurde, dass die Senioren nicht einfach nur spielen, sondern dabei auch echtes Geld einsetzen.

Glücksspiel nicht offiziell genehmigt

Da es um Geld ging, hätten sich das Seniorenheim respektive der Veranstalter um eine Genehmigung bei den Behörden in Hannover kümmern müssen. Da dies allerdings nicht geschehen ist, wurde der Bingoabend im Mai 2018 bis auf weiteres verboten. Nicht nur den Senioren schlug diese bitte Nachricht auf den Magen. Auch Robert Dabrowski, der Leiter der Residenz, hatte dazu eine ganz klare Meinung: „Es hieß, dass wir und solche Veranstaltungen genehmigen lassen müssen.“ So ist es eben in Deutschland, wenn Glücksspiele abgehalten werden. Bei Dabrowski stößt die Behörde dennoch auf Unverständnis. Schließlich ging es hier um keine waschechten Zocker, die Poker um tausende Euro spielten oder dergleichen.

In den letzten Monaten setzte das Seniorenheim alles daran, den Menschen ihren Bingo-Abend zurück zu bringen. Keine leichte Aufgabe, da die Senioren bisher immer 2 Euro in einen Jackpot einzahlten. Das sollte dem Anreiz des Spiels dienen, war jedoch laut geltendem Glücksspielstaatsvertrag nicht zulässig. In erster Linie ging es aber immer darum, das Gedächtnis zu trainieren und dafür zu sorgen, dass die Bewohner nicht allein, sondern unter Gleichgesinnten sind. Dagegen hatte das Ordnungsamt letztlich nur deshalb etwas einzuwenden, weil es besagten Jackpot gegeben hatte. Ohne diesen wäre die Bingo Runde am Mittwochabend nie zu einem Problem geworden.

Dabrowski erklärte hierzu: „Das war von uns nicht als Glücksspiel gedacht, sondern als unterhaltsame Beschäftigung. Daneben war es auch ein gutes Gedächtnistraining.“ Dass man daran festhalten will, steht außer Frage. Nun wurde endlich eine Lösung herbeigeführt, mit der beide Seiten, die Senioren und das Ordnungsamt der Stadt Hannover, zufrieden sein dürften.

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Einigung erzielt – Bingo darf weiter stattfinden

Nun, nach mehr als vier Monaten, konnten sich die Behörde und das Seniorenheim endlich auf eine Lösung einigen. Die Senioren dürfen auch künftig weiter Bingo spielen. Allerdings gilt dies nur, solange maximal 50 Cent Einsatz erbracht werden. Von dem dann geringer ausfallenden Jackpot ist es nach wie vor möglich, kleine Hauptpreise zu kaufen – beispielsweise eine Tafel Schokolade oder ähnliches. Wichtig ist, dass den alten Menschen im Wohnheim der Anreiz erhalten bleibt. Und das Ordnungsamt wiederum macht deutlich, dass die Bingorunde nicht mehr als illegales Glücksspiel gewertet wird, solange es nicht um mehr als diese 50 Cent geht, die pro Spieler eingesammelt werden.

Am Ende zählt nur, dass das Gedächtnis der Senioren weiter trainiert werden darf. Die Bewohner sind überglücklich über die Entscheidung – und sicher auch ein bisschen stolz auf ihren Residenzleiter, der in den vergangenen Wochen unermüdlich um die Einigung mit dem Ordnungsamt gekämpft hatte. Der besagte Jackpot wird dabei zur Nebensache, denn gerade hier stand ohnehin die Unterhaltung im Vordergrund. Und die wird es zum Glück schon in den kommenden Wochen wieder wie gewohnt geben.

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