Novomatic will 500 Video Terminals aufstellen

500 neue Spielautomaten sollen zukünftig die Randbereiche von Wien zieren. Bei den Geräten der Novomatic handelt es sich um regulierte Video Lotterie Terminals, die für ein weiteres Wachstum der Marke Novoline sorgen werden. Nach wie vor erwirtschaften Glücksspielkonzernen den größten Umsatz in Online Casinos. Da aber genau diese weder in Österreich noch in Wien offiziell lizenziert sind, geht die Novomatic mit 500 Automaten vorerst einen neuen Weg.

Novomatic TerminalsAktuell sind Automatenspiele in Wien verboten. Nun ist es so, dass die Novomatic zu 17,2% an den Casinos Austria, die teilstaatlich agieren, beteiligt ist. Man hofft darauf, dass Glücksspiel in Form von Automatencasinos endlich wieder legalisiert wird. Ziel des Konzerns ist es, Video Lottery Terminals zu betreiben. Diese sollen allesamt miteinander verbunden und durch einen gemeinsamen Server betrieben werden. Es gibt bereits eine offizielle Konzession. Aus ihr geht hervor, dass die Novomatic in ganz Österreich maximal 5.000 dieser Terminals aufstellen darf. Bisher wurden lediglich 700 Geräte aktiviert. Kürzlich hatte man sich dazu entschlossen 50 weitere Video Lottery Geräte im Prater aufzustellen. Diese Entscheidung stieß auf Kritik. Dennoch lässt sich das Unternehmen nicht von seinen Plänen abbringen.

Spielerschutz nur durch Legalisierung leistbar

Harald Neumann, Chef der Novomatic, gab zu verstehen: „Die einzige Möglichkeit, aktiven Spielerschutz zu betreiben, ist reguliertes Glücksspiel. In Wien sind dem illegalen Glücksspiel seit dem Automatenverbot Tür und Tor geöffnet.“ Die Novomatic hat nun vor, rund 500 Geräte aufzustellen, die von den Verantwortlichen als ausreichend bezeichnet werden. Bewusst sieht man davon ab, die Terminals in der Nähe des Zentrums zu betreiben. Stattdessen weicht man auf Randbereiche aus – und dazu zählt letztlich auch der Wiener Prater.

Großaktionäre werden nun von Neumann dazu angehalten, eine Strategie für das Betreiben der Geräte und vor allen Dingen für den Weg einer Legalisierung zu definieren. Damit steht die Novomatic nicht alleine da, denn auch Sazka und die ÖBIB Staatsholding zählen sich zu den Haupteigentümern. Aktuell steht die Entscheidung des Verkaufes der Casinos Austria International aus. Hieran hatte die Novomatic bereits seit längerem Interesse bekundet. Ohne Strategie ist es allerdings kaum möglich, den Kauf tatsächlich über die Bühne zu bringen. Schon bald wird es zum Kauf eines 9% Anteils durch Sazka kommen. Der Hauptaktionär ist damit zwar nach wie vor kein Mehrheitseigner, wächst aber letztlich stark weiter.

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Wachstum des lokalen Glücksspiels nicht aufhaltbar

Österreich macht nur einen winzigen Bruchteil des Glücksspiels aus, das weltweit aktiv ist. Die Novomatic hat sich deshalb nicht allein auf ihre Heimat fokussiert, sondern feiert inzwischen sowohl in weiten Teilen Europas als auch in den USA große Erfolge. Im Januar 2018 ging der Kauf des Glücksspielkonzerns Ainsworth erfolgreich über die Bühne, der in Australien ansässig ist. Damit hat der österreichische Konzern den größten Down Under Kauf aller Zeiten erreicht. In den USA hält die Novomatic einen Marktanteil, der bei rund 5% liegt – Tendenz weiterhin steigend.

Auch im Sektor Online Gaming gibt es für Glücksspielunternehmen wie die Novomatic ein enormes Potential. Aus Deutschland und Österreich hatte sich der Konzern jedoch Anfang 2018 zurückgezogen, da es nach wie vor keine Regulierung gibt. Genau das wird vom Vorstand sowie weiteren Verantwortlichen der Branche scharf kritisiert. Bis auf weiteres beschränkt man sich auf Social Gaming, denn auch die USA haben Online Casinos mit Echtgeld verboten. Unter anderem produziert die Novomatic Spiele für die Hard Rock Gruppe – die nebenbei bemerkt bereits mit Hochdruck am ersten eigenen Online Casino arbeitet. Das Wachstum des österreichischen Entwicklers ist unaufhaltsam. Allein 2017 wurden 4,8 Milliarden Euro umgesetzt – 10% mehr als noch im Vorjahr.

Die Zahlen sprechen klar für sich – vor allem wenn man bedenkt, dass Automatenspiele in vielen Ländern nach wie vor auf Kritik stoßen. Ob und wann Novomatic die nächsten 500 Geräte aufstellt, bleibt abzuwarten. Viel mehr hoffen Spieler auf eine Rückkehr in Online Casinos. Mit dem Rückzug gehen dem Konzern Millionen verloren.

Über den Autor: Paul Josh

Paul Josh

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