Online Casino Spieler erhalten Geld zurück

In Wien hat ein Gericht entschieden, dass Online Casinos, die in Malta lizenziert sind, allen österreichischen Glücksspielern 50% der Verluste erstatten müssen. Begründung dafür ist die österreichische Schutzregel, die letztlich auch bei ausländischen Anbietern greift.

Geld zurueckWer sich als Spieler auf ein Online Casino eingelassen hat, das nicht in Österreich lizenziert ist, der kann aktuell von einem nichtigen Vertrag eingehen. In diesem Fall greift ab sofort das OGH Urteil. Vom Oberlandesgericht Wien wurde vor wenigen Wochen festgelegt, dass alle Unternehmen mit maltesischer Glücksspiellizenz in der Pflicht sind, Spielern die Hälfte der innerhalb von zwei Jahren entstandenen Verluste zu erstatten. Hochgerechnet handelt es sich um eine Gesamtsumme in Höhe von rund 70.000 Euro. Die erste Instanz hatte eine ähnliche Einschätzung, die nun vom OLG Wien rechtkräftig bestätigt wurde.

Bereits 2017 hatte das OGH im Verfahren festgestellt, dass das in Österreich gültige Glücksspielgesetz der EU Rechtsprechung widerspricht. Schlussendlich hat Österreich nicht das Recht, Casinobetreibern eine Lizenz abzuverlangen, die im eigenen Land ausgestellt wurde. Diese Ansicht teilen die drei Höchstgerichte allerdings nicht. Nach ihnen ist das in Österreich eingeführte Gesetz eben doch zulässig.

Land will Spieler schützen

Es gibt recht viele Online Casinos, die mit maltesischer Lizenz in Österreich Glücksspiele anbieten. Diese haben nun das Nachsehen, denn sie werden offiziell dazu verpflichtet, Spielern die Hälfte aller in den vergangenen zwei Jahren erlittenen Verluste zu ersetzen. Die Unternehmen sollen der in Österreich geltenden Rechtsprechung zufolge das Gemeinwohl sowie den Spielerschutz untergraben.

Für Österreichs Spieler bedeutet diese Entscheidung, der sich auch der Europäische Gerichtshof inzwischen mehrfach angeschlossen hat, dass es eben nicht zulässig ist, in maltesischen Casinos zu spielen. Es gibt EU-weit keine festen Regularien, sondern laut EuGH eben nur Empfehlungen.

Spieler hoffen auf neue Regulierung im Inland

Bereits vor Wochen hat man angekündigt, Online Anbieter sperren und schärfere Kontrollen durchführen zu wollen. Das könnte das Ende des Online Glücksspiels in Österreich bedeuten. Wer spielen möchte, der muss letztlich auf das Angebot der geschützten Casinos Austria zugreifen. Sofern das Land die Pläne komplett durchsetzt, wird es also nicht nur für maltesisch lizenzierte Unternehmen eng. Möglicherweise gibt es schon in wenigen Monaten gar keine Online Glücksspiele mehr in Österreich – mit Ausnahme des eher geringen Angebots, das die Casinos Austria zur Verfügung stellen.

Viele Unternehmen der Branche haben sich bis zuletzt auf die EU-Dienstleistungsfreiheit berufen. Das natürlich nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland sowie weiteren Teilen Europas. Inzwischen ist es aber nicht mehr ganz so einfach, auf genau diese Freiheit zu bestehen. Das Thema Spielerschutz wird weiter verstärkt. Das machte die Regierung bereits vor geraumer Zeit deutlich. Man kann also nur auf eine Novelle hoffen, die ausländische Anbieter berücksichtigt. Erst offizielle Lizenzen würden es den Unternehmen möglich machen, endlich ganz legal in Österreich aktiv zu werden.

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Spieler sind auf der sicheren Seite

Zwar macht sich immer mehr Frust über die Rechtsprechung Österreichs breit, doch es gibt für viele Glücksspieler auch eine gute Nachricht: Verluste, die in den vergangenen Jahren entstanden sind, lassen sich ab sofort über den zivilrechtlichen Weg einklagen. Wenigstens 50% müssen von den in Malta lizenzierten Casinos erstattet werden. Damit könnten gerade Nutzer, die hohe Verluste erlitten haben, einige ihrer Schulden begleichen.

Die seit Jahren schwierige Thematik wird wohl auch noch in Zukunft so manches Gericht beschäftigen. Einige Teile Österreichs haben zumindest schon einmal darüber nachgedacht, ausländische Casinos seriös zu lizenzieren. Damit wäre der Spielerschutz gewährleistet, denn natürlich unterlägen solche Anbieter ständigen Kontrollen. Dass die Casinos Austria unter einem starken Schutz stehen, das stößt zuweilen auf heftige Kritik. Ob es irgendwann eine klare Lösung gibt, bleibt abzuwarten. Derzeit werden erst einmal alle Unternehmen zur Kasse gebeten.

Über den Autor: Paul Josh

Paul Josh

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