Osteuropa immer unattraktiver für Online Casinos

Die russische Regierung will sich künftig schärfer gegen Glücksspielanbieter durchsetzen – nicht nur online, sondern auch in lokalen Spielbanken. Auf der einen Seite rückt Russland den Betreibern mit Verboten zu Leibe, auf der anderen Seite werden die Steuern für zulässige Unternehmen deutlich gesteigert. Somit ist der Markt nur noch für die wenigsten Konzerne der Branche interessant. Und auch weitere Teile Osteuropas haben sich entschieden, Online Casinos sowie lokalen Angeboten den Kampf anzusagen. Die Marktbeschränkung scheint nicht mehr abwendbar.

Casino spielenFakt ist, dass sich Spielautomaten, Roulette & Co. auch in Russland seit langem großer Beliebtheit erfreuen. Das Verbot kam 2009 schneller als erwartet – nämlich zu dem Zeitpunkt, als Putin das Regime übernommen hatte.

Betroffen waren unter anderem die großen Metropolen des Landes. Dort mussten Casinos genauso wie Buchmacher ihre Standorte verlassen. Es gibt heute zwar einige Sonderzonen, doch auch dort sieht es nicht danach aus, als wäre der Betrieb eines Casinos rentabel. Die gute Nachricht ist, dass die besondere Stellung dieser Zonen zu einem recht hohen Besucheraufkommen führt.

Russland plant das Ende der Sonderzonen

Mit Ausnahme von Sotchi und Jalta soll es künftig keine Sonderzonen mehr geben. Dabei setzten die Unternehmen der übrigen Zone allesamt auf Investoren und neue Geschäftspartner aus dem naheliegenden Asien. Künftig werden diese Pläne wohl keinen Sinn mehr ergeben, denn Russland greift aktuell sehr hart durch. Es ist nur noch eine Frage von Monaten, bis man dem Glücksspiel bis auf besagte zwei Ausnahmen ein Ende setzt.

Auf der einen Seite stehen die lokalen Unternehmen, denen nun das Aus droht. Auf der anderen sind auch in Russland Online Casinos extrem beliebt – ebenso wie virtuelle Buchmacher. Ihnen will die Regierung nun noch mehr Druck machen, damit sie schnellstmöglich vom russischen Netz genommen werden. Transaktionen von russischen Banken in und aus Online Casinos sind bereits im Mai 2018 untersagt worden. Dies gilt insbesondere für Glücksspielanbieter, die nicht in Russland lizenziert sind.

In vielen Fällen scheiterte dieses Verbot an der Umsetzung. Den Banken wurde nämlich nur selten mitgeteilt, welche Online Casinos nun als verboten gelten und welche weiterhin Transaktionen durchführen dürfen. Da es weder Listen noch andere Informationen von Seiten der Steuerbehörde gab, flossen Gelder fröhlich weiter – sehr zum Unmut der Regierung, die nun klarere Richtlinien durchsetzen will.

Google Russland drohen Sanktionen

Nicht nur die Banken müssen nun Transaktionen dieser Art stoppen. Auch Google wurde bereits mit Strafen bis zu 700.000 Rubel gedroht, sollte das Unternehmen weiterhin Casinowerbung zeigen respektive Internetdomains listen, die bereits offiziell hätten blockiert werden müssen Die Telekommunikationsaufsichtsbehörde Roskomnadzor wird nun weitere Prüfungen unternehmen und die Strafen verhängen. Im Oktober dieses Jahres stieß die Behörde immer noch auf rund 14.000 nicht zulässige Domains, die gesperrt wurden. Es gibt kaum eine Behörde, die schärfere Zensuren verhängt. Alle Inhalte, die in irgendeiner Weise dem in Russland geltendem Gesetz verstoßen, werden sofort gesperrt. In nur einem Jahr brachte es das Unternehmen fertig, 90.000 Domains blockieren zu lassen.

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Polen und Tschechien ziehen nach

Die Glücksspielbetreiber haben nicht nur in Russland einen schweren Stand. Das polnische Glücksspielgesetz, das 2017 neu verabschiedetet wurde, hat sich ebenfalls für Sperrungen entschieden. Betroffen sind dort unter anderem die großen Buchmacher Betsson und Unibet. Sportwetten sind in Polen zwar nicht generell verboten, alle Anbieter stellen ihren Kunden aber auch Casinospiele zur Verfügung, die wiederum dem staatlichen Monopol widersprechen. Das Resultat: Rund 4000 Domains befinden sich heute auf der schwarzen Liste Polens.

Tschechien hatte sich im vergangenen Jahr ebenfalls für neue Gesetze entschieden. Bietet ein Unternehmen ohne Lizenz Glücksspiele an, werden hohe Strafen verhängt. Man droht mit immensen Summen. Bis heute gibt es 24 Verfahren, in denen insgesamt 18 Millionen Euro eingeklagt werden sollen. Erreicht hat Tschechien dieses Ziel jedoch nicht, denn aktuell wurden gerade einmal Strafen in Höhe von 9.000 Euro eingetrieben. Wirklich lukrativ ist der Markt ohnehin nicht, denn allein Spielautomatenumsätze werden mit 35% besteuert – zuzüglich weiterer Kosten, die die Betreiber zu tragen haben.

Über den Autor: Ralf Schneider

Ralf Schneider

Meine Leidenschaft sind Online Casinos - und genau so bin ich vor nunmehr über 10 Jahren zu meinem Beruf gekommen. Heute darf ich mich mit Stolz "Manager" nennen, denn als solcher fungiere ich für Onlinecasinos.de. Gleichzeitig sorge ich dafür, dass unsere Leser immer up to date sind, wenn es ums Thema Casinos geht. Die entsprechenden Testberichte werden von mir nach ausführlicher Recherche verfasst. Tatsachen beschönigen, das kommt für mich nicht in Frage. Hier werden die Fakten auf den Tisch gebracht - die positive Resonanz auf meine Arbeit spricht dabei klar für sich.