Schweden setzt auf Glücksspieleinnahmen

Ähnlich wie in Deutschland und Österreich tat man sich auch in Schweden eher schwer damit, dem Online Glücksspiel eine Chance zu geben. Nun haben die Anbieter ausländischer Glücksspielseiten endlich grünes Licht von der Regierung erhalten. Schon in wenigen Wochen sollen die ersten Lizenzen offiziell verteilt werden. Somit haben es Spieler in Schweden noch leichter, sich ihrer Leidenschaft zu widmen – und das endlich auf legaler Basis, ohne irgendwelche Grauzonen befürchten zu müssen.

SchwedenWährend die schwedischen Spieler feiern, hat offenbar auch der Staat selbst Grund zur Freude. Er ist sich nämlich sicher, dass es mit der Liberalisierung des Glücksspiels neue Chancen für den eigenen Haushalt gibt. Die Steuereinnahmen könnten schon in Kürze Löcher in den Kassen stopfen. Immerhin ist jedes Jahr von Einnahmen in Milliardenhöhe auszugehen. In der Regierung klopft man sich derzeit selbst auf die Schulter. Wie genau es um die Regulierung bestellt ist, bleibt abzuwarten. Schweden wagt jetzt nämlich den großen Schritt, vor dem sich Deutschland, Österreich und weitere EU Länder bisher fürchten.

Lizenzvergabe durch Abstimmung durchgesetzt

Wer seine Glücksspiele künftig in Schweden anbieten will, der muss einige Dinge berücksichtigen. Zulässig sind ab dem kommenden Jahr 2019 nur solche Online Casinos und Wettseiten, die offiziell durch die schwedische Regierung lizenziert werden. Wie erwartet stehen einige Prüfungen bevor, denn natürlich gibt das Land den Weg ausschließlich für solche Konzerne frei, die den hohen Ansprüchen gerecht werden.

Es müssen gewisse Kapitalbeträge vorhanden sein, und auch die Prüfung von Gewinnquoten und Auszahlungsraten unterliegt fortan der schwedischen Glücksspielregulierung. Die Steuern entfallen dann nicht mehr nur in dem Land, in welchem die Anbieter ihren Hauptsitz haben. Ziel ist es, Schweden einen wirtschaftlichen Aufschwung zu beschweren. Ganz ohne ist die Steuerlast nicht. Schon deshalb kann man fest davon ausgehen, dass weniger seriöse Unternehmen schon bald vom Markt verschwinden. Diese wären gar nicht in der Lage, die enormen Abgaben zu bewältigen.

Bereits vor einigen Wochen hat sich das schwedische Parlament zur Abstimmung getroffen. Rund 93% aller Stimmberechtigten sprachen sich für die Regulierung des Online Glücksspielmarkts aus. Die Lotterieinspektion hat nun keine andere Möglichkeit mehr, als die Lizenzvergabe ins Rollen zu bringen. Das recht übersichtliche Zeitfenster ist knapp bemessen. So sollte es nicht lange dauern, bis der Markt offiziell geöffnet wird und die ersten Lizenzen erteilt werden.

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Markteröffnung offiziell ab 2019

Spieler in ganz Schweden sind mehr als glücklich über die Nachricht, dass es schon bald offiziell erlaubt sein wird, in Online Casinos zu spielen. Aber auch im Land selbst ergibt sich eine neue Chance. Geplant ist, den Markt für ausländische Online Anbieter Anfang 2019 zu eröffnen. Bis dahin dürften alle Lizenzen vergeben sein, denn natürlich ist auch bei den Unternehmen die Hoffnung groß, neue Märkte in Schweden erschließen zu können.

Damit tatsächlich nur seriöse Unternehmen unter den Bewerbern sind, verlangt die schwedische Regierung eine Glücksspielsteuer in Höhe von 18 Prozent auf den Bruttospielertrag. Dementsprechend sicher kann man sich sein, dass schwarze Schafe schon aus wirtschaftlichen Gründen einen Rückzieher machen. Welche Auswirkungen die zusätzlichen Einnahmen auf die Staatskassen haben, lässt sich bereits heute erahnen. Die Liberalisierung ist der wirtschaftlichen Situation Schwedens in jedem Fall zuträglich. Genau hieran könnten sich auch Deutschland und Österreich ein Beispiel nehmen.

Hierzulande geben sich die Verantwortlichen weiterhin stur und verbissen. Ein Ende des Glücksspielmonopols in Deutschland ist nach wie vor nicht in Sicht – sehr zum Leidwesen ambitionierter Spieler und seriöser Online Casinos. Dabei wäre es eigentlich recht einfach, sich ein Beispiel an Schweden zu nehmen. Auch dort haderte die Regierung lange Zeit mit der Liberalisierung des Glücksspiels im Internet. Ob in den kommenden Jahren alles so funktioniert wie erhofft, das muss sich natürlich erst zeigen. Die Politik ist jedenfalls guter Dinge, und auch an Bewerbern auf die geplanten Glücksspiellizenzen mangelt es nicht.