SugarHouse Casino zahlt 100.000 USD Strafe

Für das in Philadelphia ansässige SugarHouse Casino gab es jetzt einen saftigen Dämpfer. Man warf den Mitarbeitern vor, sie haben grob fahrlässig gehandelt, da sie offensichtlich die Karten nicht ordentlich gemischt hatten. Da es sich allerdings gleich um mehrere Verstöße gegen die Casinoregeln handelte, wurde die Spielbank nun zur Kasse gebeten. 100.000 Dollar müssen die Betreiber zahlen. Das wird der Belegschaft sicher eine Lehre gewesen sein. Welche internen Maßnahmen das SugarHouse Casino zusätzlich ergreift, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, ist bisher unklar. Doch was war eigentlich passiert?

SugarHouse Casino PhiladelphiaDem Pennsylvania Gaming Control Board – kurz PGCB – wurde zugetragen, dass bei SugarHouse in Philadelphia offenbar nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Laut Bericht von Andrew Maykuth hatte sich das Kontrollorgan aufgrund diverser Vorfälle dieser Art entschieden, Anfang Oktober 2018 eine Strafe gegen das Casino zu verhängen. Die Betreiber müssen nun ganze 100.000 Dollar zahlen. Man hofft darauf, dass das Problem damit künftig nicht mehr auftritt. Falls doch, könnte es sogar irgendwann zur Schließung der Spielbank kommen. Den Mitarbeitern wird vorgeworfen, dass Sie seit Mai 2017 mindestens sieben Mal dabei aufgefallen sind, die Kartendecks nicht korrekt durchgemischt zu haben. Auch soll es unter den sieben Vorfällen, die der PGCB bekannt sind, solche gegeben haben, bei denen sogar mehr oder weniger Karten in den Decks waren als im Spiel üblich. Das hat nun Konsequenzen – solche, die dem Unternehmen sicher ordentlich wehtun werden.

Diverse Vorfälle an diversen Spieltischen

Die besagten sieben Fälle kamen allein bis Januar 2018 zusammen. Erst jetzt hat das Pennsylvania Gaming Control Board Wind davon bekommen und schnellstmöglich gehandelt. Schließlich muss sich auch das SugarHouse Casino an die Regeln halten. Welche Folgen die Karten „Faux-Pas“ haben, wird jetzt durch die verhängte Strafe deutlich. Sowohl beim Poker als auch bei Blackjack und Mini Baccarat soll es mehrfach Probleme mit den Kartendecks gegeben haben. Durch das nicht korrekte Mischen oder das Fehlen von hohen Karten wollte man sich intern offenbar Vorteile verschaffen.

Besonders unglücklich war die Aktion im September 2017. Damals fand im SugarHouse Casino ein Turnier statt. Statt die Kartenmaschine ordnungsgemäß einzustellen, ließ der Dealer die Karten einfach sortieren. 16 Hände waren es insgesamt, die nicht gemischt wurden. Aufgefallen war den Spielern dieser Fehler erst einmal nicht. Obwohl sich der Kartengeber nach einer Weile bei der Turnierleitung meldete und Bescheid gab, dass etwas nicht in Ordnung war, ließ man das Spiel weiter laufen. Das führte über den gesamten Abend natürlich zu Misserfolgen.

Nicht der erste Vorfall dieser Art

Probleme und Vorfälle wurden jüngst auch an den Blackjack Tischen aufgedeckt. Laut einem Techniker, der sich im Mai vergangenen Jahres mit einer aussortierten Kartenmischmaschine beschäftigte, wurden in selbiger ganze 16 Karten gefunden. Fakt ist somit, dass immer wieder Spiele stattfanden, bei denen Karten komplett im Deck fehlten. Erst am Tag vor dem Techniker-Einsatz war die besagte Maschine noch in Gebrauch. Immerhin 122 Hände wurden mit ihr gespielt. Als die Fehler nun endlich ans Licht kamen, waren die Spieler mit Sicherheit alles andere als erfreut. Im Endeffekt müsste man all diese Spiele als ungültig erklären. Es könnte sogar sein, dass Teilnehmer noch privat an das Casino herantreten. Schließlich haben sie nicht gerade wenig Geld im SugarHouse Casino gelassen.

Ähnlich kurios war der Vorfall bei Spanish 21. Hier soll es Tage gegeben haben, an denen zu viele Karten im Deck waren. Normalerweise findet diese Spielvariante ohne die Zehner statt. Diese allerdings wurden 27 Hände lang nicht aus dem Deck genommen, wie es bei Spanisch 21 normalerweise üblich ist. Bei 18 dieser Hände soll die 10 sogar offen auf dem Tisch gelegen haben. Dennoch bemerkte niemand den Fehler. Warum das so war, darauf hat heute wohl auch der Casinobetreiber keine Antwort.

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Keine böse Absicht?

Die PGCB schließt zum aktuellen Zeitpunkt aus, dass es sich bei den Mängeln der letzten zwei Jahre um bewussten Betrug von Seiten des Casinos gehandelt habe. Dies ergaben ausführliche Untersuchungen. Nach dem Motto „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“ müssen die Betreiber aber dennoch tief in die Tasche greifen. Die Missstände sollen damit ein Ende haben, denn hier handelten gleich mehrere Verantwortliche sorglos und waren nicht bei der Sache. Andernfalls wären die Mängel der Kartenmischmaschinen deutlich früher aufgehalten.

Einer der leitenden Angestellten wurde aufgrund dieser Unachtsamkeit direkt vom Casino gekündigt. Ob ihm weitere Strafen drohen, ist unklar. Man kann nur hoffen, dass so etwas wie in den letzten Jahren kein weiteres Mal passiert. Spielbanken sind generell dazu angehalten, ihre Technik – darunter eben auch die Mischmaschinen – regelmäßig zu prüfen. Geschulte Dealer sollten außerdem sofort bemerken, wenn etwas beim Austeilen der Karten nicht stimmt. Hinzu kommt, dass Decks für bestimmte Spiele manuell aussortiert werden müssen. Bestes Beispiel ist Spanish 21, denn in dem Spiel hätten gar keine Zehner sein dürfen. Es ist davon auszugehen, dass die Leitung die Mitarbeiter noch ein wenig mehr sensibilisiert, damit so etwas nie wieder vorkommt. Ob das SugarHouse Casino das Vertrauen seiner Kunden damit verspielt hat, dazu wurde bisher nichts bekanntgegeben.

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