Verbraucherschutz auch beim Glücksspiel

Nordrhein-Westfalen hat in der jüngsten Vergangenheit angefangen, seine Glücksspielbranche ordentlich aufzuräumen. Laut DAW ist der Verbraucherschutz besonders wichtig und sollte immer an erster Stelle stehen. Auf Basis dessen haben sich die Polizei und weitere Behörden in den letzten Tagen dazu entschieden, eine Großrazzia in NRW durchzuführen. Getroffen hat es über 40 Spielhallen, bei denen verschiedene Verdachtsmomente bestanden – die sich leider vielfach bestätigt haben. Es ging dabei unter anderem um Steuerhinterziehung, aber auch manipulierte Spielgeräte wurden im Zuge der Kontrollen entdeckt. Der Verband der Deutschen Automatenwirtschaft gab im Anschluss recht schnell ein passendes Statement ab. Einmal mehr machen die Verantwortlichen vom DAW deutlich, dass es um viele Aspekte geht. Dabei spielen Faktoren wie der Mindestabstand aber letztlich keine Rolle – weil er schlichtweg nichts über die Qualität der Spielhallen aussagt.

Die Großrazzia erinnerte fast schon ein wenig an einen Actionfilm. Über 70 Steuerfahnder und ganze Polizei-Hundertschaften waren in den vergangenen Tagen im Einsatz – mit dem Ziel, die Steuerhinterziehung in Millionenhöhe sowie die Manipulation der Spielautomaten aufzudecken. Verantwortlich für dieses Großaufgebot war im Grunde genommen eine einzige Großfamilie, die in NRW ansässig ist und dort Spielhallen betreibt. Gemeinsam haben sie sich einen Plan gemacht und Geräte manipuliert. Die theoretische Rückzahlungsquote fiel damit weit unter den Durchschnitt. Spieler hatten letztlich überhaupt keine Chance mehr, überhaupt einen Gewinn aus den Spielautomaten herauszuholen.

Wenig Umsatz bedeutet weniger Steuern

Die Umsatz-Manipulation der Geräte führte schlussendlich dazu, dass besagte Familie kaum mehr Steuern ans zuständige Finanzamt entrichten musste. Es dauerte zwar eine Weile, doch irgendwann sind die Beamten dem Clan auf die Schliche gekommen. Man hat sich dann das Ziel gesetzt, dem Betrug ein Ende zu setzen. Damit keine Gelder verschwinden und sich auch die Betreiber sowie Angestellte nicht mehr aus der Verantwortung ziehen konnte, schlugen Polizei und Steuerfahndung mit insgesamt mehreren hundert Besatzungsmitgliedern an. In ganz NRW wurden diese verteilt, um über 40 Standorte genau zu prüfen. Es dauerte nicht lange, bis die Beamten fündig wurden. Den Betrügern drohen nun empfindliche Strafen.

In welch großem Stil Steuern hinterzogen wurden, zeigte sich bereits beim Eintreffen der Beamten. Schon vor dem Eingang konnten zahlreiche hochwertige Autos sichergestellt werden – solche, die sich ein Durchschnittsverdiener kaum leisten kann. Daneben fanden Steuerfahnder und Polizei mehrere Millionen Euro in bar. Drei der Familienmitglieder, die hauptverantwortlich für die Vorgänge sind, wurden direkt an Ort und Stelle festgenommen. Man geht aktuell davon aus, dass es sich um die Hauptverdächtigen und Drahtzieher des groß angelegten Betrugs handelt.

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DAW setzt auf neue Qualitätsstandards

Der Vorstandssprecher des Verbandes der Deutschen Automatenwirtschaft gibt sich zufrieden, macht aber gleich seine eigene Einschätzung zur Lage deutlich: „Wir begrüßen die Razzia gegen illegales Glücksspiel. Dieses krasse Beispiel zeigt, dass es bei der Regulierung nicht auf Abstände oder Größe einer Spielhalle ankommt, sondern auf die Qualität des Angebots und des Betreibers. Nur dadurch wird der Verbraucher geschützt. Nur mit einer strengen Qualitätsauswahl und einem verbesserten Berufszugang können wir wirksam Illegalität bekämpfen.

Gerade dieser Fall verdeutlicht, wie wichtig Qualitätskontrollen sind – und das im besten Fall regelmäßig. Wenn die Regulierung anders laufen würde, hätte die Großfamilie gar keine Chance gehabt, über Monate oder sogar Jahre den Staat zu betrügen – und damit letztlich auch die Spieler, die immer wieder eine der mehr als 40 betrügerischen Spielhallen aufsuchten. Die Mindestabstände zu Schulen und Jugendeinrichtungen ergeben für den DAW zwar Sinn, alle übrigen Beschränkungen des Spielhallengesetzes sagen aber rein gar nichts über die Qualität des Spielangebots aus. Auch Spieler machen sich ihre Gedanken über den Vorfall. Schließlich ist die Gefahr groß, selbst Opfer eines derartigen Betrugs zu werden. Wohl auch deshalb gehen immer mehr Spielautomatenfans dazu über, ihr Glück lieber in lizenzierten und überwachten Online Casinos zu versuchen.

Über den Autor: Sabina Kugler

Sabina Kugler

Ich bin Sabina Kugler und nun schon seit rund 8 Jahren bei Onlinecasinos.de im Einsatz. Meine Mission: Die besten Spiele aufspüren, testen und dir alle Facts zu den Slots verraten - angefangen bei den simplen Grundlagen, bis hin zu Bonusfunktionen, Gewinnquoten und Besonderheiten. Mir macht die Arbeit extrem viel Spaß, denn ich habe die Ehre, all die Spannung, die mein Job mit sich bringt, mit dir teilen zu dürfen. Seit meinem Einstieg habe ich gefühlt tausende Slots und natürlich auch einige Tischspiele getestet. Das soll auch weiterhin so bleiben. Besonders am Herzen liegt es mir, die Entwickler dahinter zu ergründen. Schließlich sind sie es, die in deinen vier Wänden für gute Laune sorgen.