Wachsende Erträge bei WestSpiel

Wie nun bekannt wurde, scheinen die angeblichen Verluste der Spielbanken in Aachen, Bad Oeynhausen, Duisburg und Dortmund, die sich auf 7,6 Millionen Euro belaufen sollen, nichts weiter sein als eine Art Kampagne. Dieser Ansicht ist zumindest der Betriebsratsvorsitzende der Spielbank Aachen, denn die Tatsachen sehen offenbar ganz anders aus. Fakt ist, dass es diese Verdopplung des Verlustes, von der immer wieder geredet wird, gar nicht geben kann. Die Meinung teilt auch Jens Hashagen, der als Vorsitzender tätig ist. Laut ihm plane die schwarz-gelbe Regierung die Privatisierung der Casinos erreichen und hat mit den veröffentlichten Zahlen den Plan, Westspiel sturmreif zu schießen.

WestSpiel LogoWährend man in der Regierung nach wie vor von gigantischen, nicht mehr tragbaren Defiziten redet, spricht der Gesamtpersonalrat vom kompletten Gegenteil. Tatsächlich sei es so, dass sich die WestSpiel – und zwar mit all ihren Spielbanken – nach wie vor für das Land NRW lohnt. Mit den Spielbankabgaben werden seit Jahren Stiftungen finanziert, wie zum Beispiel die Wohlfahrtspflege. Nicht nur diese profitiert von den zusätzlichen Einnahmen, die ohne den Betrieb der Casinos gar nicht mehr möglich wären. Der Gesamtpersonalrat hat sich nun zusammengeschlossen und sich per Brief an die Landtagsfraktionen respektive an deren Vorsitzende gewandt.

Angebliche Verluste Ansichtssache

Dass es ein Minus gibt, steht außer Frage. Dieses wird jedoch drastischer dargestellt, als es eigentlich ist. Immerhin wurden allein 2017 Spielbankabgaben in Höhe von rund 40 Millionen Euro an die öffentlichen Kassen bezahlt. Erst im Anschluss an diese Abgabe hat WestSpiel dann alle weiteren Kosten beglichen – darunter die Pacht für ihre Spielbanken, Strom, zusätzliche Nebenkosten und nicht zu vergessen die Gehälter der vielen Mitarbeiter, die unermüdlich für ein ganz besonderes Flair in den Casinos sorgen. Damit dürfte eigentlich klar sein, dass die 7,6 Millionen Euro, die vom Land als „Defizit“ gewertet werden, relativ sind. Immerhin kann sich die WestSpiel trotz der horrenden Spielbankabgaben immer noch über ein dickes Plus auf dem Konto freuen – eines, das sich eigenen Angaben zufolge auf rund 32 Millionen Euro beläuft. Dass nicht mehr so viel Geld reinkommt wie vor 10 Jahren, das liegt in der Natur der Dinge. Ganz so einfach ist es nicht, gegen die scharfe Konkurrenz in Form innovativer Online Casinos anzukommen. Man muss den Gästen etwas bieten, und genau das scheint der WestSpiel auch 2018 weiterhin zu gelingen.

Die Befürchtungen, dass WestSpiel der Landeskasse wirtschaftlich schaden könne, ist für die meisten Betriebsrats-Mitglieder nur schwer nachvollziehbar. Allerdings fällt es nicht leicht, mit den Politikern ins Gespräch zu kommen, die solche Äußerungen tägigen. Floskeln und allgemeingültige „Beruhigungssätze“ führen definitiv nicht zu einer Lösung. Somit bleibt die Zukunft der gesamten WestSpiel Casinos in NRW weiterhin ungewiss. Die größte Sorge gilt dabei den Angestellten. Rund 1.000 sind in den Spielbanken aktiv, allein 120 arbeiten in Aachen. Wenn die schwarz-gelbe Koalition tatsächlich eine Privatisierung durchsetzt, sind all diese Arbeitsplätze bedroht.

Leo Vegas Casino

Sorge auch wegen Spielerschutz

Protestaktionen sollen nun dabei helfen, die Privatisierung abzuwenden. Ob diese zum Erfolg führen, das steht allerdings in den Sternen. Man hofft indes darauf, dass sich zumindest einige Politiker der Meinung ihrer Koalition entziehen. Einige CDU Mitglieder haben sich bereits gegen den Verkauf ausgesprochen. Ob diese Ansicht allerdings überhaupt ernst genommen wird, weiß aktuell niemand. Ziel des Betriebsrats ist es, mehr Fürsprecher zu gewinnen.

WestSpiel steht seit Jahren für erstklassigen Spielerschutz. Die Gefahren, die vom Glücksspiel ausgehen können, werden hier sehr ernst genommen. Ob ein Privatanbieter allerdings genauso fürsorglich und verantwortungsvoll mit all den Spielern umgehen wird, daran haben die Betriebsräte starke Zweifel. Ein möglicher Abnehmer wäre, sofern es denn zur Privatisierung kommt, die Gauselmann Gruppe. Gauselmann selbst ist bisher allerdings nicht zufrieden mit den hohen Spielbanken-Abgaben. Laut Westspiel steht zudem in Frage, inwiefern Menschen, die in NRW leben, am Ende vom Verkauf profitieren. Die Stiftung Wohlfahrt wurde hier insbesondere in den Fokus gerückt. Es ist nicht davon auszugehen, dass ein Privatbetreiber diese weiterhin unterstützten würde.

Über den Autor: OnlineCasinos.de

OnlineCasinos.de