Illegales Casino Netzwerk in der Ukraine entdeckt

Die Ukraine hat Glücksspiele und insbesondere Online Casinos bereits im Jahr 2009 grundsätzlich verboten. Nun ist die dort ansässige Cyber Polizei jedoch auf ein ganzes Netzwerk gestoßen. Die Kriminellen, 12 ehemalige Russen, müssen sich nun für ihre Tat verantworten. Zwei der Männer könnten als Organisatoren des illegalen Glücksspiel-Ringes ausgemacht werden. Sie stehen unter dem dringenden Tatverdacht, illegal Glücksspiele in der Ukraine angeboten zu haben. Die Strafen dort sind um einiges schärfer als hierzulande.

Ursprünglich lebten die 12 Russen in ihrer Heimat. Schon dort hatten sie unerlaubterweise ein Glücksspielgeschäft betrieben und gleich mehrere Online Casinos ins Leben gerufen. Die Behörden haben kaum mit der Strafverfolgung begonnen, da verschwand der Ring aus illegalen Casinobetreibern in der Versenkung – um kurze Zeit später in der Ukraine aufzutauchen. Hier machten die Russen unbehelligt weiter und ließen ihre Geschäfte genauso weiterlaufen, wie sie es schon zuvor taten.

Glücksspielring durch Cyberpolizei aufgeflogen

Offenbar ist die Polizei bereits bestens auf Cyber-Kriminalität eingestellt. Inzwischen wurden acht Online Casinos gefunden, die den Russen zuzuordnen sind – und zwar greencasino.com, anonymcasino.com, phraonclub.com, slotvulkanclub.com, 24vulkan.com, estcasino.com sowie eldoradoclub.com und vulkanclub.com. Alle acht Seiten wurden sofort geschlossen. Bereits an ihrem Aufbau ließ sich recht schnell erkennen, dass sich das Angebot unerlaubterweise gezielt an Ukrainer richtete. Zahlungen wurden jedoch über Banken und Dienstleister abgewickelt, die in Russland ansässig sind.

Die Polizei machte kurzen Prozess und führte im Laufe der vergangenen Tage insgesamt 15 Razzien durch – mit Erfolg, wie sich nun zeigen sollten. Verschiedene Büros wurden von den russischen Glücksspielbetreibern zu Online Casinos umfunktioniert. Von hier aus arbeiteten rund 80 Mitarbeiter an der Entwicklung, dem Design und auch für einen Support wurde gesorgt. Neben ihnen nahm man Buchhalter ins Visier. Alle Geräte, wie die 100 Computer und Handys, Dienstfahrtzeuge, Festplatten, das US Bankscheckbuch, Pässen und weitere Dokumente wurden unmittelbar eingezogen. Schlimmer noch war der Fund zahlreicher Waffen sowie dazugehöriger Munition und Drogen. Für all diese „Fundstücke“ werden sich die Bandenmitglieder nun verantworten müssen.

Identifikation der Betreiber erfolgreich

Innerhalb kurzer Zeit gelang es der Polizei, die Hauptverantwortlichen vollständig zu identifizieren. Sie alle sind zwischen 28 und 34 Jahre alt. Offensichtlich wusste die Betrüger-Bande recht gut, wie ihr der Betrieb der Casinos möglichst unauffällig gelingen konnte. Dass sie nun doch aufgeflogen sind, ist dem unermüdlichen Einsatz der in der Ukraine aktiven Cyber Polizei zu entdecken. Diese ist insbesondere auf virtuelle Kriminalität im Gaming Sektor, aber auch auf Geldwäsche und andere Betrügereien außerhalb der realen Welt spezialisiert. Unter den russischen Betreibern befangen sich Angaben zufolge mehrere, die bereits die ukrainische Staatsbürgerschaft angenommen hatten. Die Strafverfolgung ist bereits in vollem Gange. Welche Konsequenzen warten, darüber hat das Land bisher noch keine Aussagen getroffen.

Zunächst widmen sich Polizei und Behörden zwei Hauptorganisatoren. Die Männer sollen für die Erstellung der Webseiten sowie den Kernbetrieb verantwortlich sein. Bereits jetzt steht fest, dass beide eine vorbeugende Haftmaßnahme erwartet – in Form einer Kaution in Höhe von umgerechnet rund 30.000 Euro müsse gezahlt werden. Im weiteren Verlauf will man zusätzliche Untersuchungen anstellen. Bis zur endgültigen Klärung des Falles können durchaus noch mehrere Wochen vergehen. Ziel ist es, weitere Verdächtige entweder zu überführen oder aber freizusprechen. Letztlich ist das Glücksspiel in der Ukraine seit langem unzulässig. Wer gegen das Gesetz verstößt, muss sich entsprechend verantworten.

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Klare Gesetzeslage und die Folgen

Zwar streiten sich die Geister darüber, ob ein generelles Glücksspielverbot wirklich sinnvoll. In diesem Fall kann man jedoch froh sein, dass die Polizei eingegriffen hat. Schließlich hatten es Spieler hier nicht mit seriösen Casino Webseiten zu tun – was sich bereits an den Waffen und Drogen zeigt, die während der Razzien gefunden wurden. Betreibern unlizenzierter Casinos sei gesagt, dass auch die Polizei immer schneller und technisch begabter wird. Zwar kann der Betrieb lange unentdeckt bleiben, wenn er jedoch auffällt, winken massive Strafen.