Spielsucht offiziell anerkannte Krankheit

Die „Internationale Klassifikation der Krankheiten“ (ICD) ist die Grundlage dafür, dass eine Erkrankung – gleich welcher Art – überhaupt in Europa und dem Rest der Welt anerkannt wird. Genau das passierte jüngst mit der Spielsucht. Sie wurde inzwischen von der Weltgesundheitsorganisation aufgenommen und unterliegt damit den vorgegebenen Behandlungsmöglichkeiten. Bisweilen galt Spielsucht zwar als kritisch, war aber keine offizielle Krankheit im eigentlichen Sinne. Mit der Aufnahme in die ICD wird sich nun einiges für Betroffene – und auch für deren Angehörige – ändern.

WHO macht es offiziell: Spielsucht ist eine psychische Erkrankung

SpielsuchtpräventionGenerell scheint es schwierig zu sein, eine Krankheit anerkennen zu lassen, die psychischer Natur ist. Rheuma, Krebs und Co. dagegen sind für den behandelnden Arzt sichtbar und damit deutlich einfacher zu klassifizieren. Wir als Redakteure von Onlinecasinos.de sind darauf bedacht, Leser mit neuen Spielmöglichkeiten, Testberichten und Co. zu versorgen. Aber auch uns ist selbstverständlich bewusst, dass mit Spielsucht definitiv nicht zu spaßen ist. Entsprechend viel Wert legt unser Team darauf, ausschließlich seriöse Unternehmen in den Fokus zu rücken. Diese achten seit Jahren darauf, Spielsucht zu thematisieren und ihren Spielern die bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen, sollte das Spielverhalten auffällig werden.

Der Öffentlichkeit ist natürlich nicht entgangen, dass gerade Online Glücksspiele von Jahr zu Jahr beliebter werden. Der Markt setzt regelmäßig Milliarden um. Aber nicht nur Casinos stehen im Fokus, sondern auch ganz „normale“ Online Games wie World of Tanks, World of Warcraft sowie Social Games. Hier geht es zwar selten um das Risiko, viel Geld zu investieren. Die Sucht kann aber dennoch zu massiven persönlichen Problemen führen. In erster Linie leiden Angehörige unter dem veränderten Verhalten des Spielsüchtigen, der sich beispielsweise immer weiter aus dem alltäglichen Leben zurückzieht. Nun soll es eine neue Form der Hilfe für Betroffene geben, denn ab sofort gilt Spielsucht als offiziell anerkannt. Das eröffnet Spielern und Familienmitgliedern neue Möglichkeiten der Auseinandersetzung.

Das steckt hinter der WHO

Das Bundesgesundheitsministerium erklärt die Aufgaben der Organisation wie folgt: „Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf. Sie wurde am 7. April 1948 gegründet und zählt 194 Mitgliedstaaten. Die WHO ist die Koordinationsbehörde der Vereinten Nationen für das internationale öffentliche Gesundheitswesen und federführend in globalen Gesundheitsfragen. Zu ihrem Mandat gehört die Festlegung weltweit gültiger Normen und Standards, die Formulierung evidenzbasierter gesundheitspolitischer Grundsätze sowie die Ausgestaltung der Forschungsagenda für Gesundheit.

Genau genommen wurde Spielsucht bereits in den 1990er Jahren als Krankheit erkannt, jedoch gab es damals noch keine offizielle Aufnahme in die ICD. Alle Organisationen, die der WHO angeschlossen sind, haben ab 2018 die Aufgabe, Betroffene mit entsprechenden Maßnahmen zu unterstützen. Das wirkt sich auch auf die Abrechnung der Krankenkassen aus – ähnlich wie bei anderen anerkannten Süchten (z.B. Alkoholismus).

NetBet

So werden klassisch Spielsüchtige beschrieben

Die WHO hat die Spielsucht als Krankheit offiziell klassifiziert. Als Betroffene werden Spieler beschrieben, die dem Spiel insgesamt mehr und mehr ihre Aufmerksamkeit widmen. Der Besuch des Casinos oder die Nutzung des PCs für andere Spielformen bekommen eine erhöhte Priorität. Indes rückt das alltägliche Leben, zu welchem Freunde, Familie und dergleichen zählen, immer mehr in den Hintergrund. Aus dem gelegentlichen Spielen entwickelt sich eine tägliche Routine, auf die der Betroffene kaum noch Einfluss nehmen kann. Er verhält sich automatisiert und verliert den Blick für alle weiteren Lebensinhalte.

Per Definition ist die Spielsucht dann vorhanden, wenn sich ein Spieler selbst durch relevante Verluste nicht mehr vom Spielen abbringen lässt. Eine Konfrontation mit der Trennung des Partners oder der Kinder scheint keine Auswirkungen auf das Verhalten zu haben. Spätestens an diesem Punkt ist Hilfe angebracht. Experten sagen ganz klar, dass Symptome und darauf bezogene Maßnahmen grundsätzlich differenziert werden müssen. Die Einstufung einer Spielsucht ist zudem ähnlich komplex wie bei Alkoholismus.

Über den Autor: Paul Josh

Paul Josh

Ich bin Paul Josh und bringe dich auf den aktuellsten Stand der Dinge. Was immer du über die aktuelle Gesetzeslage zum Thema Glücksspiel, über neue Partnerschaften Co. wissen willst und musst, wirst du von mir erfahren. Als Autor bin ich bei Onlinecasinos.de für die News verantwortlich - und die sollten natürlich immer brandaktuell sein. Deshalb ist es mein tägliches Anliegen, zu recherchieren und dir alle Meldungen zu präsentieren, die in der Branche eine Relevanz haben. Die größte Herausforderung besteht darin, Nachrichten aus aller Welt zu filtern.