UK Gambling Commission spricht Verwarnungen aus

Nachdem es nun offensichtlich mehrfach Beschwerden gab, hat die UK Gambling Commission, eine der wichtigsten Glücksspielbehörden Europas, nun diverse Online Casinos verwarnt. Dort dürfen keine strengen Auszahlungsbeschränkungen mehr eingerichtet werden. Andernfalls droht, die GC, den Betreibern im schlimmsten Fall sogar die Lizenz zu entziehen. Glücksspielbehörden haben die Aufgabe, Casinos zu überwachen. In der jüngsten Vergangenheit wurde gezielt gegen zwei Unternehmen ermittelt, die durch die GC lizenziert sind. Hier gab es deutliche Probleme bei den Auszahlungen, die für Kunden sehr beschwerlich waren und stark eingeschränkt wurden. Die Kommission CMA hat bisher nur diese beiden Anbieter ermittelt, die Verwarnung der GC ist allerdings allgemein gültig. Heißt im Klartext: Werden Auszahlungen wie in den beiden Fällen beschränkt, müssen die Betreiber mit nicht unerheblichen Strafen rechnen.

uk-gambling-commissionSowohl Progress Play als auch Jumpman Gaming unterliegen nun noch strengeren Kontrollen. Wer hier gespielt hat, der musste bis dato damit rechnen, immer nur kleine Teile seines Gewinns zu erhalten. Bis ein Großgewinn komplett ausgezahlt war, vergingen so mitunter Wochen – wenn nicht sogar Monate. Die niedrigen Limits führten letztlich dazu, dass sich die UK Gambling Commission nun einmischt und mit Strafen droht, sollten die Einschränkungen nicht aufgehoben werden. Laut GC sind solche engen Grenzen nicht zulässig. Kunden muss demnach die Chance gegeben werden, sich ihren kompletten Gewinn auszahlen zu lassen. Das eben nicht mehr über einen längeren Zeitraum hinweg, sondern in einer einzelnen Transaktion.

Verfallene Guthaben nicht rechtskonform

Die Betreiber der beiden in die Kritik geratenen Online Casinos gingen sogar noch einen Schritt weiter. Laut AGB der Anbieter verfällt das Guthaben der Spieler, sollten sich diese nicht innerhalb einer gesetzten Frist einloggen. Wer also längere Zeit keine Lust oder Zeit aufs Casino hatte, der musste damit rechnen, dass sich die Anbieter das Guthaben zu Eigen gemacht haben. Die GC verbietet dieses Handeln der Online Casinos strikt, denn auch nach Jahren ist das Geld auf den Konten immer noch Eigentum der Spieler und kann diesen nicht einfach genommen werden. Die Anbieter haben kein Recht darauf, ihre Kunden zum Einloggen zu „nötigen“.

Die Ermittlungen zu den Auszahlungslimits sowie den nicht konformen AGB wurden von beiden Konzernen zur Kenntnis genommen. Diese haben nun reagiert und ihre Geschäftsbedingungen entsprechend angepasst. Wie bereits angemerkt, hat die UK Gambling Commission aus gegebenem Anlass sämtliche lizenzierte Unternehmen offiziell gewarnt. Sollten diese nicht den Vorgaben folgen und Auszahlungsbeschränkungen haben, müssen sie nun Änderungen vornehmen. Die Strafen reichen mitunter bis zum Lizenzentzug, sollte auch nach der Warnung keine Besserung eintreten. Ziel der GC ist es, alle Lizenznehmer zu sensibilisieren. Hierzu erklärte der Vorsitzende, Neil MC Arthur:

Der Schutz der Interessen von Spielern hat für uns Priorität und steht deshalb über denen der Casino-Betreiber. Die geforderten Änderungen schützen die Spieler und stellen sicher, dass sie sich ihr Guthaben einfacher auszahlen lassen können. Außerdem werden die Online Casinos künftig schneller auf Beschwerden reagieren müssen.

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Ähnliche Fälle auch in Deutschland

Erst einmal betrifft die Warnung natürlich nur die Lizenznehmer der Gambling Commission in Großbritannien. Fakt ist jedoch, dass auch in Deutschland aktive Online Casinos gerne Grenzen setzen – nicht zuletzt, um die eigenen Finanzen aufzubessern. Spieler, die hierzulande Probleme mit der Auszahlung haben, sollten sich deshalb im besten Fall an die Aufsichtsbehörde wenden. Es ist nämlich nie ganz ausgeschlossen, dass Online Casinos irgendwann ihre Vorgehensweise ändern und trotz der Lizenz-Kontrolle unseriöse Maßnahmen ergreifen. Häufig werden Gewinne verzögert ausgezahlt oder es gibt Sperren, weil der Spieler vermeintlich irgendwelche Fehler begangen hat. Insbesondere im Zusammenhang mit Boni und deren Umsatzbedingungen kommt es häufig zum Streit zwischen Betreibern und Spielern.

Unabhängig vom gewählten Anbieter ist es ratsam, sich die AGB genau durchzulesen. Man hat zudem immer die Möglichkeit, sich für Zahlungsmethoden zu entscheiden, die schnelle Transaktionen gewährleisten. Sollte die Wartezeit dennoch überdurchschnittlich lang sein, hilft meist der Kontakt mit dem Kundendienst. Über die Lizenzgeber ist es zudem einfacher, Klage gegen das Unternehmen einzureichen.

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