Was verdienen Social Casino Unternehmen?

Im Social Casino geht es allein um den Spielspaß. Echtgeldeinsätze und reale Gewinne entfallen komplett. Das Miteinander steht hier eindeutig mit Mittelpunkt. Doch wie schaffen es eigentlich Social Casinos, sich finanziell über Wasser zu halten? Venture Beat, einer der größten Online Magazine, hat sich vor wenigen Wochen ausführlich mit dieser Frage beschäftigt und kommt zu einem überraschenden Ergebnis. Playtika gilt derzeit als unschlagbarer Nummer 1 Entwickler für Social Games. Damit ist der Konzern allerdings nicht allein.

Social GamesAus dem von VentureBeat veröffentlichten Diagramm gehen weitere Konzerne hervor, die im Social Casino Bereich ordentlich vorlegen. Allein im dritten Quartal des vergangenen Jahres sollen die Betreiber aller Social Casinos zusammen etwa etliche Millionen US Dollar umgesetzt haben. Playtika liegt mit 300 Millionen Dollar auf dem ersten Platz. Aber auch Scientific Games, Aristocrat, Zynga und Double U stehen nicht schlecht da. Diese Konzerne konnten jeweils ca. 100 Millionen Dollar erwirtschaften. Sony GSN, Huuuge Games und diverse weitere Social Gaming Provider kamen auf etwa 50 Millionen. High 5 Games und Novomatic schnitten in dem Sektor bisher nicht allzu üppig ab. Allerdings muss man natürlich bedenken, dass von den Spielern keine Einnahmen kommen – bestenfalls durch Lootboxen, die aber zumindest in Deutschland schon bald der Vergangenheit angehören könnten.

Über 1 Milliarde Umsatz durch Social Gaming

In der Summe schaffen es die Social Konzerne, rund 1,16 Milliarden Dollar umzusetzen – in einem einzigen Quartal! Diese enormen Umsätze nutzen viele Konzerne dazu, ihren Kunden Freispiele, Chips und weitere Boni zur Verfügung zu stellen. Das eine oder andere Geschenk dient dabei der Kundenbindung sowie dem Erschließen neuer Zielgruppen. VentureBeat hat in dem Diagramm diverse Quellenangaben veröffentlicht. App Annie sowie Sensor Town und weitere Statistik Werkzeuge kamen zum Einsatz. Das Ergebnis überrascht Kenner der Branche kaum, denn Social Games genießen seit Jahren einen enormen Zuwachs – insbesondere deshalb, weil viele von ihnen bequem mobil gespielt werden können.

Der Social Gaming Bereich entwickelt sich in rasantem Tempo. Zynga hat sich bereits vor einiger Zeit dazu entschieden, Peak Games Kartenspiele zu kaufen – darunter Gin Rummy. Gerade diese Kartenspiele sind extrem beliebt, und zwar rund um den Globus. Aristocrat hat sich indes dazu entschieden, Big Fish Games aufzukaufen. Auch dieser Entwickler ist ein Name im Social Gaming Bereich. Wer sich ein wenig im Sektor auskennt, der weiß, dass Aristocrat eigentlich auf Automatenspiele spezialisiert ist. Social Klassiker sollen den Konzern nun voranbringen. Diese Expansion hat sich das Unternehmen schlappe 900 Millionen US Dollar kosten lassen. Big Fish Games Spiele sind kostenfrei und bereiten Spielern auf der ganzen Welt Freude.

Leo Vegas

Novomatic Schlusslicht-Position nur von kurzer Dauer

Dass das Diagramm die Novomatic Gruppe mit Sitz in Österreich recht weit unten ansiedelt, hat gute Gründe. Bisweilen war der Provider ausschließlich auf Slots, die beliebten Novoline Spiele, im Offline und Online Bereich fokussiert. Nun wird der Konzern allerdings in direkter Zusammenarbeit mit seinem digitalen Entwickler Greentube neue Social Games auf den Markt bringen. Ein Käufer hat sich bereits gefunden: Die Hard Rock Gruppe, die im Sektor Social Gaming neue Wege beschreiten und die Messlatte offenbar ordentlich hoch hängen will.

Gerade in den USA hat sich Novomatic zu einer festen Größe entwickelt. Hard Rock ist nämlich nicht das einzige Label, dem sich das österreichische Unternehmen angeschlossen hat. Spiele wie Candy Crush Saga und Co. auf dem Hause King sind ebenfalls fest in den Köpfen von Millionen Spielern verankert – und das bei Weitem nicht nur hierzulande. Wie die Zahlen beweisen, nagen die Entwickler definitiv nicht am sprichwörtlichen Hungertuch, sondern können von ihren genialen Spielideen sogar sehr gut leben. Viele Social Games finanzieren sich über Werbeeinnahmen. Hinzu kommen so genannte Mini Käufe. Entsprechend schnell wächst der Kontostand der Entwickler an, die das Geld optimal investieren, um Boni zu spendieren oder aber neue Games zu entwickeln. Fakt ist, dass es im Social Casino Sektor mit Sicherheit nicht so schnell langweilig wird.

Über den Autor: Paul Josh

Paul Josh

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